von Hemavan zum Nordkap

28. Tag 15.8.23

Von der Pålnostugan bis 5km vor der Altevasshytta am Salvvassväg

Norwegen hat mir gleich am ersten Tag alles geboten, sogar der Regen kam noch nachdem ich es mir im Schlafsack gemütlich gemacht habe.

Sonnenstrahlen beim Aufwachen

Nach 3km kam ich zum Grenzstein. Da treiben die Schweden den größten Aufwand. Von den Norwegern sieht man nichts.

Kraxelei abwärts

Viele Höhenmeter waren zu überwinden, echt anstrengend.

Ganz rechts an der Ecke des Sees, hatte ich übernachtet. Schon cool wenn ich sehe was in ein paar Stunden geschafft wurde

Breite und schmale Flüsse waren zu furten. Der Sumpf häufig anzutreffen. Meine Schuhe und Socken sind abends pitschnass.

Eine ganz eigene Schönheit, es hat alles zwei Seiten und das bedeutet halt nasse Füße

Riesige Hochebene mit ausgedehnten sumpfigen Abschnitten.

Dafür tolle Ausblicke und riesige Weiten

die letzten Schneefelder auf 950 Meter Höhe

Insgesamt habe ich 3 Menschen getroffen, davon einen, den ich vor einer Woche kurz vor Saltoulokta das letzte Mal gesehen habe und der das Grüne Band läuft. Da war ich doch überrascht, das Morten nicht weiter voraus ist. Nach 14km fast nur aufwärts begann der lange Abstieg den ich morgen beende. Spätestens ab morgen Mittag soll es stark regnen und ich werde dann eine Hütte ansteuern und hoffentlich alles trocknen können.

von Hemavan zum Nordkap

27. Tag 14.8.23

von Abisko bis in die Nähe der Pålnostugan

Der Weg führt jetzt weiter auf dem Nordkalottleden, die Fortsetzung vom letzten Jahr. 6kg mehr machen 16,2kg Gesamtgewicht. Die Waage am Eingang zeigt es unerbittlich an. Fühlt sich schwer an. Nach einem gemütlichen Frühstück zusammen mit Gerlinde und Heiner der Bekanntschaft von gestern Abend ( teilweise aus Bayern) machte ich mich um kurz nach 9 Uhr, bei leichtem Nieselregen, auf den Weg.

Immer am See entlang, leider oft auf extrem rutschigen Holzbohlen. Egal wie ich aufpasse, einmal legt es mich fast immer hin. Heute wenigstens ohne Blessuren. Wenn sie trocken sind, ist das eine tolle Erleichterung bei sumpfigen Gelände, aber nass ist das für mich wie Glatteis.

Wenn möglich, laufe ich daneben
Vogelschutzgebiet bis Ende Juli
Die E 10 verläuft teilweise direkt am See, die Bahnlinie nach Narvik parallel dazu in der Nähe

Im Laufe des Vormittags hört der Regen auf.

auch den 2. Weltkrieg haben wir Deutsche bis in den Nordwestlichsten Zipfel Schwedens gebracht
Tunnel
Schaut aus, als würde alles bald wie ein Kartenhaus auseinander fallen
Dann steige ich ungefähr 50 Meter hoch und schon bietet sich eine komplett andere Landschaft

Die Wege, obwohl noch in Schweden werden wieder so wie letztes Jahr in Norwegen. Deutlich anspruchsvoller und ich komme natürlich auch langsamer voran. Ungewohnt ist es auch dass ich fast niemandenm mehr begegne. Echte Einsamkeit, fällt mir auf, bin ich bis jetzt nicht gewohnt.

Wie sooft im letzten Jahr, auch jetzt. Runter zum Wasser und gegenüber wieder hoch. Tendenziell meistens sehr steil
hier das Gleiche

Trotzdem schön, halt anstrengender als vorher

Kurz vor der Hütte habe ich hoch über dem See einen schönen Platz zum Zelt aufstellen gefunden. Mitten in den Blaubeeren, dadurch ein weicher Untergrund und die Nachspeise direkt vor dem Zelt.

Ausblick auf den See Bolnoluokta