von Hemavan zum Nordkap

30. Tag 17.8.23

Von der Gaskashytta bis zur Brücke kurz vor der Einmündung des Vuomajokha in den Anjavasselva nach der Vuomahytta

Über dem riesigen Stausee hängen trübe Wolken. Je weiter hoch ich komme um so mehr setzt sich die Sonne durch. Ein gemütlicher Weg führt bergan. Erst nach 5km wirds ungemütlicher. Ein ebenso langer Abschnitt über Blockfelder führt über die Bergkuppe. Ein kalter Wind pfeift mir um die Ohren und ich bin froh als die Turnerei über die Steine geschafft ist. Traumhafte Aussichten begleiten den sonnigen Tag.

Vuomahytta
scheinbar recht neu

Hier mache ich Mittagsrast und kurz nach mir trifft Todl aus der Nähe von Holzkirchen ein. Er ist am Nordkap gestartet und trifft in Abisko seine Frau. Schon witzig, mitten im hohen Norden treffen sich zwei Bayern die daheim gar nicht so weit entfernt voneinander wohnen. Wir verbringen eine gemütliche Stunde in der wunderschönen Hütte bei einer Tasse Kaffee und jeder plündert seine Vorräte. Ich erhalte Bestätigung über meine Recherche der Rückreisemöglichkeiten vom Nordkap aus. Nachdem es erst 14 Uhr ist, beschließen wir, jeder noch ein Stück zu gehen. Für mich geht es ein langes Tal hinab. Verschlungene Pfade durch Birkenurwald wechseln sich mit freieren Flächen ab. Ein wenig lang wird die Etappe für mich, weil lange Zeit kein Wasser kommt an dem ich mein Zelt aufstellen kann. So lande ich an der Hängebrücke mittig mittig auf dem Weg zur nächsten Hütte. Um über die Hängebrücke zu gehen, muss morgen früh auf diesen Felsen raufklettern, das wird kein Spaß.

Das Wetter meinte es heute wirklich gut mit mir.

von Hemavan zum Nordkap

29. Tag 16.8.23

Von in der Nähe der Altevasshytta zur Gaskashytta

Manchmal wünsche ich mir ja schon, dass ich länger schlafen könnte. Um 5 Uhr war ich wach und nachdem ich immer noch auf 850 Meter Höhe mein Zelt aufgeschlagen habe, ist es um diese Zeit echt kalt. Aber rumliegen und die Zeit totschlagen mag ich auch nicht. Also, tatsächlich war Frühstück mit Daunenjacke und Beine im Schlafsack angesagt – auch ganz kuschelig. Um sieben Uhr war ich startklar und das war dann halt der Vorteil des frühen Tages. Noch war gute Sicht und es regnete nicht.

aus den vielen Rinnsalen ober auf drn Bergen, wir ein tosender Fluss
Blick auf einen Stausee bei Innset
Nur durch einen kurzen Flussabschnitt getrennt gleich der nächste Stausee mit riesigen Ausmaßen

Mein Weg führt links um den See rum. Wo sich die gestrichelten Linien nach Norden und Osten trennen, steht die heutige Hütte.

Staumauer
Eigentlich eine kurze Mauer für die Ausmaße
Das alte Flussbett

Unterwegs um 12 Uhr habe ich sogar Patrick noch einmal getroffen. Meine Wanderung war zu zwei Drittel bewältigt, da hat er sich gerade fertig zum Aufbruch gemacht. Er hat bis Sonntag Zeit um am 3 Länder Eck anzukommen, den Endpunkt für die Wanderer des grünen Bandes in Schweden., länger hat er auch nicht Zeit. Zum Spaß meinte er noch das wir uns auf diese Weise vielleicht noch öfter sehen werden. Das denke ich nicht, denn heute wird er noch meine morgige Etappe wandern. So schnell kann und will ich auch nicht sein. Ein paar deutsche Sätze präsentierte er mir auch noch, um über die Schwierigkeiten die das Erlernen bedeutet, zu klagen.

es regnet und die Sicht trübt sich
Weg entlang des Sees

Hier übernachtet auch ein deutscher NPL Wanderer, ist immer ein interessanter Austausch zwischen den Langstreckenwanderern.