von Hemavan zum Nordkap

47. Tag 3.9.23

In der Nähe von Masi nach Ragesluoppal

Beim Blick auf die Karte gestern Abend, war klar heute wird es nass und sumpfig. Lauter Moore und Sümpfe waren zu durchqueren und etliche Flüsse. Die bisher nasseste Etappe der Tour. Leider war das Wetter recht passend. In der Früh leichter Regen und dann bis mittag nasser Dunst. Die Schuhe waren ab Mittag durchnässt. Ichcwar darauf eingestellt, dann macht es einem gar nicht so viel aus. Ein paar Impressionen des Tages.

Menschen treffe ich keine, aber die 3 Zelte haben mich überrascht

Der ultimative Fluss hat auf der Karte schon breit ausgeschaut. Er war dann noch schlimmer als gedacht. Eigentlich gibt es hier drei Häuser , trotzdem sind sie von mehreren Flüssen umgeben und durch diesen hier kommt im Moment auch ein Quad nicht durch, denke ich. Mir reichte das Wasser bis übers Knie und die Strömung war beträchtlich. Die Schuhe und Socken waren ja eh schon nass, ich habe sie also gar nicht erst ausgezogen. Die Steine waren auch so glitschig, da habe ich schon festes Schuhwerk gebraucht.

Die Häuser sind scheinbar noch bewohnt, aber der Hausrat aus Jahrzehnten liegt, zumindest bei einem außen rum.

das war das intakteste Teil

Beim Zeltaufbau dann sogar ein bisschen Sonne.

Ist aber schon vorbei, es soll bis morgen Mittag regnen, leider.

von Hemavan zum Nordkap

46. Tag 2.9.23

Vom See Biggejavri bis 4km hinter Masi

Das war mein Zeltplatz
der See Biggejavri von oben

Vom See ging es hinauf aufs Fjäll das jetzt immer farbenfroher wird.

Die Weite ist atemberaubend.  Zwischendurch verliere uch die Markierungen oder finde keine mehr. Da bin ich froh um die geplante Route in der App und ich finde mich einigermaßen zurecht beim querfeldein gehen. Irgendwann stoße ich auf eine Quadspur der ich dann folge. Das ist zwar nicht der richtige Weg, aber die Richtung stimmt in etwa.  Sie führt zur Landstraße 93 und ich muss sagen,  dass ich äußerst ungern an großen Straßen entlang gehe.  Ich lese öfters,  dass einige Wanderer da lang gehen,  weil es leichter zu gehen ist.  Für mich ist das Stress pur. Hauptsächlich sind Wohnmobile unterwegs und nicht immer weichen sie aus, wenn dann noch links und rechts Leitplanken stehen ists mit meiner Ruhe dahin. Das Stück ist leider nicht zu umgehen,  weil es nur diese Brücke über den riesigen Fluss Mazejohka gibt. Ich bin heilfroh wie ich ins Dorf nach Nasi abbiegen kann und dort praktisch kein Verkehr mehr herrscht. In dem Ort will ich zum letzten Mal einkaufen und bekomme etwas Stress weil ich merke,  dass der kleine Supermarkt nur noch eine Stunde offen hat. Da hätte ich auch vorher wegen der Öffnungszeiten schauen können, aber ich bin es so gewöhnt, daß hier jeden Tag offen ist, aber in so einem kleinen Ort natürlich nicht. Ich habe es noch geschafft und vor der Tür wurde ich sogar noch zu einem Stück samischen Kuchen und Kaffee eingeladen.

noch ein breiter Fluss
der Himmel vor meinem Zelt um 18.00 Uhr
Jetzt, um 19.00 Uhr wirds kalt, dafür ist der Himmel wolkenlos und die Sonne sendet ihre letzten Strahlen

Was für ein Unterschied zu gestern, warm eingepackt sitze ich gemütlich vor dem Zelt und esse Kekse, trinke meinen heißen Kakao und schreibe. Wohlfühlen gehört auch dazu!