von Hemavan zum Nordkap

51. Tag 7.9.23

Von der Bojobarskihytta 1,5km nach der Furt über den Bohkosjohka

Den ganzen Tag ein mit dunklen Wolken bedeckter Himmel, aber geregnet hat es nicht. Einige Flüsse waren zu queren und der letzte hat dann dafür gesorgt, dass das Wasser in die Schuhe gelaufen ist. Die nächsten 4 Tage ist sowieso mit Sumpf und furten großer Flüssen zu rechnen, so ist es egal. Es geht auch ohne trockene Füße. Ansonsten gabs keine größeren Schwierigkeiten und alles verlief normal. Man muss sich daran gewöhnen, dass es zeitweise keine Wege und oft auch keine Markierungen gibt. Jeder sucht sich seinen eigenen Weg und dann bildet sich kein Pfad. Anfangs war ich mir in solchen Situationen sehr unsicher, aber inzwischen bin ich es gewöhnt. Ich bin froh , dass ich einigermaßen gut mit dem Handy navigieren kann. Die Route trotzdem zu halten auch im weglosen Gelände klappt ganz gut ist halt zeitaufwändiger. Irgendwann sind sie dann auch wieder da, die Steinmännchen und ein Pfad wird sichtbar und alles wieder entspannter. Habe heute einen Helikopter nur etwa 2km von mir entfernt, landen sehen. Scheint ein Notarzteinsatz gewesen zu sein, das klappt also im Nirgendwo, sehr beruhigend. Hier bin ich jetzt nicht mehr weit von Alta entfernt und zum ersten Mal höre ich öfter mal Flugzeuge. Um Ganzen waren es bis jetzt keine 20, da fällt einem das charakteristische Geräusch richtig auf.

von Hemavan zum Nordkap

50. Tag 6.9.23

bis zur Bojobaeskihytta

Heute bin ich erst um kurz nach 10 Uhr losgegangen. Beim Frühstück traf ich Simone aus Garmisch und wir hatten eine überaus anregende Unterhaltung. Sie wollte eigentlich von Kautokeino zum Norkapp laufen ist aber hier hängen geblieben weil ihr alles zu sumpfig war. Sie war allerdings zwischendurch mit dem Bus am Nordkap und ich habe viele interessante Dinge erfahren. Grundsätzlich hat sie mich ein wenig verunsichert, weil sie mir von etlichen Abbrechern auf diesem Weg erzählt, denen die Bedingungen zu schwer waren. Jetzt verbringt sie einige Tage hier und hat unglaublich viel über hiesige Lebensbedingungen, Rentierzucht und die Huskies erfahren. Das habe ich erst gestern im Laufe des Nachmittags mitgekriegt das hier 24 Huskies gehalten werden, die im Winter bei einem 1200km langen Rennen mitlaufen.

Nachdem auch heute noch heftiger Wind tobte bin ich nur eine kurze Etappe mit viel Muße gelaufen und unglaublich, ich habe abends noch trockene Füße, auch wenn die Schuhefeucht waren. Ohne Sumpf und Wasser gehthier gar nichts. Das Wetter war wechselhaft, aber der Regen dauerte nie lange und beschertemir viele grandiose Regenbogen. So kann es bleiben.

Von oben betrachtet, sieht man erst, dass die Joaktahytta an der Schmalstelle eines Flusses liegt

die Bojobaeskihytte, sogar mit Sauna. Man muss sich aber dafür im Vorfeld anmelden. Die Hütte ist mir auch zu eng und dunkel. Da habe ich mir lieber mein Zelt im Windschatten nebenan aufgebaut.