von Hemavan zum Nordkap

53. Tag 9.9.23

Bis in die Nähe des Berges Oaivvosgielas

Bereits nach einem Kilometer nach dem Start stand ich vor einem Rentierzaun und dahinter nicht weit entfernt eine große Anzahl Rentiere. Nicht weit davon entfernt haben Samen ein Zelt aufgebaut. Einer kam dann auch gleich mit seinem Quad angefahren und nach einem kleinen Gespräch öffnete er den Zaun und ich konnte entlang eines 2. Zauns weitergehen. Sie treiben jetzt die Tiere zum Schlachten zusammen.

Die nächsten 15km waren kein Problem, gut markiert und 10km davon verliefen entlang eines Rentierzauns. Leicht eintönig, aber wenigstens konnte selbst ich mich nicht verlaufen. Dann kamen 5km die mir schon seit zwei Tagen Kopfzerbrechen bereiten. 5 große Flüsse waren zu furten und dazwischen nur Sumpf. Gleich der zweite Fluss war dann nichts für schwache Nerven. Es war einfach nicht zu sehen wie tief er war und ich musste mich darauf verlassen, dass der Pfosten auf der anderen Seite des Wassers die richtige Stelle zum Queren, anzeigte. Das Wasser reichte mir bis übers Knie. Der Vorteil nachher im Sumpf, alles ist nass und ich brauchte mir keinerlei Gedanken über den bestmöglichen, weil am wenigsten nass, Weg zu machen.

der 2. Fluss
Die Pfosten zeigen mir die Richtung
Sumpf mit Wasserlöchern, da ist Slalom laufen angesagt

Noch zwei weitere Flüsse, die waren wieder leichter zu furten.

Ich bin richtig froh diese Etappe hinter mir zu haben.

von Hemavan zum Nordkap

52. Tag 8.9.23

bis zur Furt über Leaktojohka

Heute verwöhnte mich das Wetter, mit vorhergesagten 16°C, ich denke das war der Abschied vom warmen Wetter. Viel Sonne machten aus einem Tag, der hauptsächlich durch Feuchtgebiete verlief, zu einem wunderbaren Tag. Die 1000km sind auch erreicht. Nachdem ich gestern noch getönt hatte, dass mir wegloses Gelände nicht mehr so stresst, wurde ich heute gleich mal getestet. 5km am Stück waren dann doch heftig und ich musste ständig mein Handy zu Rate ziehen um die Richtung zu halten.

Zugvögel
prächtige Herbstfarben
der stellte heute keine Schwierigkeit dar

Einen neu gebauten Rentierzaun musste ich überklettern. Der Weg führte eindeutig auf der anderen Seite weiter. Glück war, das nur quer gespannter Draht verwendet wurde. So wars kein größeres Problem.

Vorne noch eine Markierung und dann?

Ja im Sumpf gibts keine und mit dem Blick auf die Karte muss ich dann die ungefähre Richtung bestimmen. Klappt nicht immer zufriedenstellend, aber letztendlich treffe ich dann doch irgendwann wieder auf einen markierten Pfad. Im Großen und Ganzen wars heute kein leichter Tag um sich zurechtzufinden, aber geschafft ist geschafft.