Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

12. Tag 7.7. Von Rudi zur Fokstugu

Heute gibts nur ein Bild.schon kurz nach 4 Uhr morgens bin ich wach und nach einer halben Stunde gebe ich auf. Es klappt nicht mehr mit dem Einschlafen.  Das hat den Vorteil, dass es noch nicht regnet und das Zelt außen nur wenig nass ist vom nächtlichen Regen. So bin ich schon kurz vor sechs auf den Beinen, was mit  wirklich noch eine Stunde gehen im Trockenen ermöglicht.  Mich erwischt ein 3stündiger Starkregen,  dem mein Equipment nicht allzulange standhält. Das Handy muss ich in den Rucksack packen,  denn die Feuchtigkeit dringt auch in die Taschen.

Heute beginnt der Aufstieg ins Dovrefjell bis auf 1200 Meter,  natürlich pfeift da oben auch ordentlich der Wind und mit 6°C ist es auch nicht besonders warm. Das Wasser kommt mir Sturzbachartig auf dem Weg entgegen, sodass ich nach einiger Zeit komplett durchnässt bin. Dummerweise habe ich die Handschuhe im Packsack ganz unten im Rucksack verstaut unf meine Finger sind so kalt und starr, das ich die Schnallen vom Rucksack nicht öffnen kann.

Selber Schuld!

Von der schönen Aussicht bekomme ich nicht mit.

Ein regelrechtes Dejavu erlebe ich auf dem Fjell. Sumpf, Bäche die aufgrund des tagelangen Regens so viel Wasser führen, das die Brücken alle zu kurz sind oder sie nicht mit einem großen Schritt überqueren kann. Alles steht unter Wasser, hatte ich schon wieder komplett vergessen.

Im Rekordtempo renne ich dutch den Tag und bin trotz des Aufstiegs und 23km schon um eins da. Denn ich habe mir einen Platz in einer Herberge reserviert,  wenigstens dafür war ich gestern schlau genug,

Eine lange heiße Dusche und dann Essen kochen, Ofen einheizen und dann ausgiebig den Nachmittag verschlafen. Das weckt die Lebensgeister. Gegen  Abend trudeln dann ein paar Pilger ein, alle auch nass bis auf die Haut und so ist jetzt Schluss mit dem gemütlichen beisammen sitzen, alle sind etwas ausgelaugt.

die Kirche von Dovre
Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

10/11. Tag 5./6.7. Von Verphaugen nach Øygarden und weiter bis Rudi

Gestern wieder ein Regentag und bis auf die ersten 5km dann 22km Teerwege. Also passend zum Wetter.

Trotzdem beeindruckendes Panorama
das fällt auf, unglaublich vielfältige Blühstreifen entlang der Straßen
Schieferplatten zwischen den Säulen
Kirche in Otta

Wir haben uns auf Grund des schlechten Wetters entschieden,  nochmal eine feste Unterkunft zu buchen. Ein 300 Jahre alter Bauernhof, wird gerade Stück für Stück zu einem Ort für Kultur, Konzerte, Ausstellungen hergerichtet.

Wir bekamen eine Führung von der Hausherrin, wirklich interessant.

Jedes der Gebäude war für einen speziellen Zweck. Ursprünglich hatten alle Grasdächer. Als  Isolierung zwischen Holz und Erde dient Birkenrinde, die lässt kein Wasser durch. Wird auch heute noch so praktiziert.
So schauen dann die geschälten Bäume aus
Wohnzimmer mit Klavier. Die Besitzer sind Musiker
Unsere Küche mit Essbereich
Das Hauptwohnhaus

Heute morgen dann mal kein Regen zumindest bis Nachmittag. Es wurde uns versprochen das die langen Straßenabschnitte bald vorbei wären und tatsächlich war heute nicht mehr viel dabei. So langsam geht es auch hoch hinaus.  Morgen beginnt der Aufstieg ins Dovrefjäll, leider wahrscheinlich wieder bei strömendem Regen. Heute waren schon anspruchsvolle Pfade und spektakuläre Aussichten zu bewundern.

Verwirrend,  Pfeil weist nach rechts,  Text sagt links gehen.  Der Pfeil hatte recht
An diesem steilen Hängen verläuft auch die Bahnlinie

Noch ein paar Infotafeln, wer sie lesen mag kann einiges über den Olavsweg erfahren.

Jetzt am Abend scheint sogar die Sonne,  aber es ist recht frisch.  Selbst die Norweger klagen das das Wetter  im Moment eher wie Ende August bzw September ist.
Heute ein Platz unter Kiefern am Lågen