Heute gibts nur ein Bild.schon kurz nach 4 Uhr morgens bin ich wach und nach einer halben Stunde gebe ich auf. Es klappt nicht mehr mit dem Einschlafen. Das hat den Vorteil, dass es noch nicht regnet und das Zelt außen nur wenig nass ist vom nächtlichen Regen. So bin ich schon kurz vor sechs auf den Beinen, was mit wirklich noch eine Stunde gehen im Trockenen ermöglicht. Mich erwischt ein 3stündiger Starkregen, dem mein Equipment nicht allzulange standhält. Das Handy muss ich in den Rucksack packen, denn die Feuchtigkeit dringt auch in die Taschen.
Heute beginnt der Aufstieg ins Dovrefjell bis auf 1200 Meter, natürlich pfeift da oben auch ordentlich der Wind und mit 6°C ist es auch nicht besonders warm. Das Wasser kommt mir Sturzbachartig auf dem Weg entgegen, sodass ich nach einiger Zeit komplett durchnässt bin. Dummerweise habe ich die Handschuhe im Packsack ganz unten im Rucksack verstaut unf meine Finger sind so kalt und starr, das ich die Schnallen vom Rucksack nicht öffnen kann.
Selber Schuld!
Von der schönen Aussicht bekomme ich nicht mit.
Ein regelrechtes Dejavu erlebe ich auf dem Fjell. Sumpf, Bäche die aufgrund des tagelangen Regens so viel Wasser führen, das die Brücken alle zu kurz sind oder sie nicht mit einem großen Schritt überqueren kann. Alles steht unter Wasser, hatte ich schon wieder komplett vergessen.
Im Rekordtempo renne ich dutch den Tag und bin trotz des Aufstiegs und 23km schon um eins da. Denn ich habe mir einen Platz in einer Herberge reserviert, wenigstens dafür war ich gestern schlau genug,
Eine lange heiße Dusche und dann Essen kochen, Ofen einheizen und dann ausgiebig den Nachmittag verschlafen. Das weckt die Lebensgeister. Gegen Abend trudeln dann ein paar Pilger ein, alle auch nass bis auf die Haut und so ist jetzt Schluss mit dem gemütlichen beisammen sitzen, alle sind etwas ausgelaugt.


















