Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

26. Tag 21.7. Bis Bårdsgarden

Mit vollem Sonnenschein werde ich heute morgen geweckt, sodass mir schon im Zelt zu warm wird.

Mitternacht,  die Sonne ist schon vor einer Stunde untergegangen,  dunkler wird es nicht

Mach dem Start ging es erst mal langr bergab ins nächste Tal.

die neue Bergkette kommt in Sicht

Dann führte der Weg 11km den See entlang. Inzwischen weiß ich, das sich  das meistens zu einer anstrengende Sache entwickelt. Scheinbar waren meine Beine schwer von gestern oder die Hitze setzte mit zu. Auf jeden Fall tat ich mich schwer, auf holprigem Pfad, ewig auf Felsbrocken balancierend und über Wurzeln kraxelnd im ewigen steilen Auf und Ab, fand der Weg, gefühlt kein Ende. Eigentlich war ich meist im Schatten unterwegs, aber der Schweiß floß in Strömen und die dauernde Konzentration erschöpfte mich zusätzlich.

Irgendwann hatte ich es geschafft und die Vassensætrinhytte erreicht

Jetzt war erst mal Doping mit einer Tasse Kaffee und etwas Süßem angesagt.  Diese Sachen habe ich normalerweise immer im Rucksack vorrätig und beim Gas zum Erhitzen schaue ich schon,  das mir das nicht so schnell ausgeht.

Die letzten 6km den Berg rauf und wieder runter in ein neues  Tal, liefen dann einwandfrei.  Ist nicht immer zu verstehen, warum manche Abschnitte so schwer fallen.

der Blick zurück,  entlang dieser Berghänge verlief der Pfad
das neue Tal, die Berge sind höher
meine Unterkunft heute, sogar mit Strom und Dusche
Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

25. Tag 20.7. von Druggudalen bis 5km vor der Gjevilvasshytta

Ein Tag mit viel bergauf, bergab gings auch ab und zu. Endlich bin ich in den Bergen, so macht wandern einfach mehr Spaß. 

etwas Urwald war anfangs noch zu durchqueren

Danach kam ein ganzes Stück Forststrasse. Alles immer bergauf, versteht sich.  Heute war ich das erste Mal mit einer Insektenplage konfrontiert. Ununterbrochen umschwirrten mich Bremsen, kleinewiedie großen Pferdebremsen. Stehen bleiben und trinken war nicht drin, während ich mich bewegte konnten sie nicht richtig landen. Es war auch schon recht warm und mich komplett langärmelig und mit langen Hosen auszustaffieren war auch keine Alternative. Meine einzige Hoffnung war, das der Spuk oberhalb der Baumgrenze zu Ende wäre. Es war zum Glück so, ein paar Blessuren habe ich schon davon getragen,  aber es hält sich in Grenzen.

Jetzt kam das langersehnte Fjell in Sicht. Bei dem schönen Wetter einfach ein Traum

Begegnet sind mir heute schon ein paar Leute,  vor allem Junge, aber alles Norweger. Das ist jetzt ein offizieller Wanderweg, man könnte ihn auch von Hütte zu Hütte gehen,  was wohl einige machen. Mein Plan ist, mir morgen festen Dach über dem Kopf zu gönnen  denn Nachts soll es dann sehr stark das Regnen beginnen, der bis Mittag anhalten soll. So könnte ich einfach etwas später losgehen um der angekündigten Sinflut zu entgehen. Ich werde sehen.

erstaunlicherweise war sie stabiler als der Anblick vermuten lässt.

Ich bin ganz überrascht wie gut gepflegt die Wege sind. Doch öfter mal Holzplanken wenn sich der Sumpf über zu große Flächen ausbreitet

Eine vorbildliche Markierung,  vom Norden bin ich da ganz andere Verhältnisse gewohnt. Bin gespannt ob das so bleibt.

Heute zelte ich endlich auch mit Aussicht.

Also, ein perfekter,  wenn auch anstrengender Tag.