von Tarifa nach ...

1. Tag 9.2.25 von München nach Sevilla

Ganz entgegen der sonstigen Gewohnheit, starte ich meine diesjährige Tour noch während des Winters. Aber die Überschrift verrät es, es geht dieses Jahr in den Süden. Heute mit dem Flieger von München nach Sevilla. Nachdem ich schon mittags eingetroffen bin, war noch ein ausgiebiger Stadtbummel drin. Hier haben mich 18 Grad im Schatten bei wolkenlosem Himmel begrüßt – ein Traum. Unglaublich viele Leute sind unterwegs.

Anflug
Viele Balkone sind von unten wunderschön anzusehen
Tolle Brücken
Setas de Sevilla am Tag
und bei Nacht

Sehr beeindruckendes Lichterspiel , dazu Livemusik und leider auch viel Verkehr Trotzdem ein unvergessliches Erlebnis.

Morgen geht es mit dem Bus weiter bis zur Südspitze Spaniens., nach Tarifa.

Auch dieses Jahr werde ich zu Fuß mit Zelt und Rucksack auf einem europäischen Fernwanderweg, dem E4 unterwegs sein. Allein in Spanien sind das mehr als 2000km, mal sehen wie weit ich komme. Als ganz fernes Ziel möchte ich mal Europa der Länge nach zu Fuß durchquert haben. Deutschland, Schweiz und Skandinavien zum größten Teil sind bereits geschafft.

Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

35. Tag 30.7von Eldåbu bis Oslo

Nochmal ein Bilderbuchtag. Anfangs noch etwas dunstig reißt der Himmel auf und die Sonne lässt sich immer wieder sehen.  Auch landschaftlich war nochmal alles dabei. Steine wohin das Auge schaut, Sumpf und kleine Flussquerungen und auf einen Berg gings auch noch einmal.

Dunst in der Ferne
alles wird wieder grün, kaum das ich die 1000 Meter Marke unterschreite

Die Aussicht vom Berg  habe ich für eine letzte Kaffeepause genutzt.

Ich musste bis Lundes gehen um mit einem Bus der nur einmal am Tag fährt nach Ringebu und dort zum Zug zu kommen.  Ich wollte dann den Anschlusszug buchen,  aber in Norwegen hat auf der Langstrecke jeder einen Sitzplatz sicher und die App meldete nicht buchbar. In Lundes traf ich auf einen Norweger bzw er auf mich  indem er mich ansprach das ich so verloren ausschaue. Ja, in dem Moment war das auch so, denn ich war auf der Suche nach der Bushaltestelle. Ich wurde aufgeklärt , das ich da schon richtig sei und Zeichen gäbe es auf dem Land nicht. Der Bus hält wenn er dich sieht.  Weil noch Zeit war, kamen wir ins Gespräch über unsere Touren.  Nebenbei erzählte ich auch noch das ich später 2,5h am Bahnhof auf den übernächsten Zug warten müsste weil der nächste nicht buchbar sei. Er meinte daraufhin,  dass er mit dem Schaffner reden könne,  die hätten den Überblick und oft könne man dann doch mit. So recht habe ich nicht dran geglaubt,  aber es hat geklappt.  So bin ich doch nicht mitten in der Nacht, sondern am frühen Abend in Oslo angekommen.

Morgen geht es dann mit dem Flugzeug heim,  die letzte Bahnodyssee ist noch sehr präsent und heimwärts habe ich nicht mehr so viel Muße für eine lange Fahrt.

Ein kurzes Resümee

Der Olavsweg, der in Norwegen im übrigen Gudbrandsdalweg heißt,  bietet einen Querschnitt vieler Landschaften. Mir war er zu Verkehrsreich, der Straßenlärm war, wenn oft nur als Rauschen hörbar, fast immer präsent.  Mir sind die wilden Teile wie ich sie die letzten zwei Wochen erleben durfte erheblich lieber, auch wenn ich da nah an meine Grenzen gekommen bin.

So werde ich, mit noch genauerer Vorbereitung  wieder mal nach Norwegen kommen

und wie immer gilt:

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