von Tarifa nach ...

7. Zag 15.2.25 von Jimena bis in die Nähe von Calderón

Endlich ein Tag, wie man sich ihn als Wanderer vorstellt. Schöne Wege verschiedener Art, teilweise schmale Pfade, auch einmal gepflastert Forststraßen, aber immer gut zu gehen.Es waren heute viele Höhenmeter zu bewältigen. Mein Schlafplatz heute befindet sich auf etwa 820 Metern Höhe. passend zu dem ständigen aufwärts blieb die Sonne heute hinter Wolken versteckt. Mit 15° war es angenehm temperiert Wenig Matsch und immer fester Untergrund waren heute ein Genuss. Menschliche Begegnungen waren heute Mangelware. Einmal bekam ich einen gehörigen Schreck, als an mir ein Trailrunner vorbei lief, ich hatte ihn einfach nicht kommen hören. Irgendwann zwischendurch wunderte ich mich über ein Geräusch und war dann sehr überrascht, einen Mountainbiker vor mir zu sehen, ich hatte seine Bremsen gehört. Was einem wieder zeigt, ein Geräusch, dass im normalen Alltag durchaus präsent ist, in einer Umgebung, in der man sie nicht erwartet, wird gleich nicht mehr erkannt.

Heute präsentiere ich euch hauptsächlich Landschaftsbilder, von oben ist Ausblick einfach herrlich.

Der Beginn des Aufstiegs noch aufwändig gepflastert
Rückblick auf Jimena
Bei dieser Schlange, erkannte ich erst auf den zweiten Blick um was es sich hier handelt
Des Rätsels Lösung

Das längste Gebilde war bestimmt 3m lang

Das dauert bei uns daheim noch drei Monate bis das blüht
Korkeichen, auch im Nationalpark wird die Rinde geerntet
verlassene Zivilisation
das bleibt dann übrig

Bis ich die verfallenen Reste gesehen habe, habe ich mich schon über die vielen freien Flächen gewundert.

Einen schönen Schlafplatz habe ich auch gefunden, Wasser war auch vorhanden, so machts richtig Spaß, auch wenn es anstrengend war.

von Tarifa nach ...

6. Tag 14.2.25 von Castillo de Castelar nach Jimena de la Frontera

Gestern habe ich noch gelästert über die ständig geteerten Straßen. Heute wäre ich manchmal froh gewesen auf welchen gehen zu können. Leider waren heute sehr viel matschige Feldwege im Angebot. Man kann es mir also nicht recht machen, so wie es ausschaut. Da läuft es sich auch nicht so schnell und teilweise auch recht mühsam. Am Ende des Tages habe ich dementsprechend ausgeschaut Schlamm bis zu den Knien hoch verziert meine Hose.

Es gibt natürlich auch Positives zu berichten das Wetter spült richtig toll mit 18° sagt meine App. In der Sonne ist es natürlich deutlich wärmer. Mein Hut ist mein unverzichtbares Kleidungsstück geworden.

Leider recht eintönig, nur die Kamille duftete intensiv
Solche Teilstücke gabs zu Hauf
Siesta im Schatten am Wegesrand
Jede Senke war gut gefüllt
Zwischendurch auch ein angenehmes Auf und Ab

Wenn es immer flach dahingeht, stellen sich automatisch einige Zipperlein ein. Darum bin ich schon immer froh, wenn der Weg ein wenig abwechslungsreich verläuft.

Zwischendurch waren meine Schuhe doppelt so schwer

Zu diesem Zeitpunkt war die Hose noch nicht so dreckig

Endlich einmal im Schatten von riesigen Eukalyptusbäume

Darüber war ich grundsätzlich erst mal froh, denn heute musste ich wirklich lange Zeit in der pralle Sonne marschieren. Da wurde mir schon ganz schön warm. Aber ihr seht, im Schatten bleibt das Wasser natürlich noch länger stehen als in der freien Landschaft.

auch mal angenehme Teilstücke zwischendurch
Jimena de La Frontera

Ihr könnt sehen, die Burg liegt wieder weit oben und am rechten Hang herab zieht sich der Ort. Es war also zu erwarten, dass es im Ort sehr steile Straße geben wird und ich wurde nicht enttäuscht. Zusätzlich habe ich mir das Leben noch schwer gemacht, indem ich einkaufen gegangen bin. Mit 5 l Flüssigkeit plus Proviant für zwei Tage war ich dann wirklich schwer beladen. Aber in diesen Fällen ist es wirklich am hilfreichsten sich langsam Schritt für Schritt vorwärts zu kämpfen und nicht weiter darüber nachzudenken wie mühsam es sich grad läuft.

Oberflächliches Erdreich ist für die Kletterpflanze nicht da, trotzdem hat sie eine beachtliche Größe erreicht

Kurz nach dem Ort befindet sich ein Campingplatz, einer der wenigen auf meiner Route. Nachdem er mir einen annehmbaren Eindruck vermittelte, hab ich beschlossen, heute hier mein Lager aufzuschlagen

Tatsächlich habe ich eine schöne Parzelle zugewiesen bekommen, rundum mit einer hohen Hecke umrandet, vermittelt er sowas wie Privatsphäre.