von Tarifa nach ...

3. Tag 11.2.25 von Tarifa nach Catalina

Ja, gleich am ersten Tag klappte nicht alles wie gedacht.

Nachdem ich ein Bett in einem Hostel gebucht hatte, war ein unterhaltsamer Abend gewiss. Wenn ich unterwegs bin, treffe ich zuverlässig auf Holländer. Nachdem diese meistens gut Deutsch und Englisch sprechen hatten wir in einem lustigen Kauderwelsch aus beiden Sprachen einen unterhaltsamen Abend.

Im Moment ist hier Sonnenaufgang erst um 8.15 Uhr und ich kann nicht so früh starten. Nach drei Jahren mit Wanderungen im Skandinavien ist es ganz ungewohnt auf die zu Verfügung stehende Tageslänge zu achten. Also kam ich heute etwas später los. Der Weg führte entlang der Meeresküste. In Tarifa ist die Bebauung bis an den Strand leider nicht immer besonders gelungen. 

Das alte Kastell mit Bunker aus dem zweiten Weltkrieg
Fußbad im Atlantik zum Abschied von der Küste, für ein Bad ist das Wasser noch zu kalt

Auch auf den ersten Wegweiser treffe ich auch.

Hier beginnt ja schon der Frühling und viele Blumen und Büsche blühen schon

Nicht immer am Strand entlang, leider

Nach 10km ging es hinauf in die Berge. Mal auf Teer aber meist auf Wanderwegen oder Schotter. So eine lange ebene Strecke werde ich wohl auf der ganzen Wanderung nicht mehr vorfinden.

An der Küste wehte ein stürmischer Wind, der in den Bergen allmählich abflaute. Es wurde mir tatsächlich warm. Laut Wetterbericht 18 Grad, in der Sonne bestimmt mehr. So kam meine letzte Neuerwerbung, ein Hut mit breiter Krempe gleich zum Einsatz.

steinige Passage
viele alte Korkeichen wachsen hier
Rückblick, die Halbinsel vor Tarifa ist gut zu erkennen

In Spanien häufiger anzutreffen, eine Markierung wo der Weg nicht lang läuft, wenigstens das, denn mit normalen Markierungen gehen sie sparsam um. Grundsätzlich aber alles gut zu finden, der Planungsapp sei Dank.

An diesem Speichersee wollte ich eigentlich mein Zelt aufschlagen. Leider war kilometerlang alles eingezäunt links und rechts der Straße und so zog sich mein Weg Kilometer um Kilometer dahin. Bei der Hitze brauche ich auch viel zu trinken ganz anders als in Norwegen wo ich mich immer gezwungen habe zu trinken, setzte mir die Wärme hier doch zu und die 2,5 Liter Wasser waren am Nachmittag aufgebraucht. Bäche sind Mangelware bzw. mit den Zäunen nicht zugänglich. Irgendwann nach knapp 30 km bin ich dann unter einem Tor durchgekrochen. Hier fließt ein Bach und gut versteckt vor neugierigen Blicken konnte ich mein Zelt aufstellen.

Regen war ab 19 Uhr angesagt und so kam es, dass ich gerade mal wieder alles verstaut hatte bevor es losging. Gegessen habe ich dann erst im Halbdunkel der beginnenden Nacht. Ich hoffe das ich morgen eher einen guten Schlafplatz finde. Diese Etappenlänge ist für die ersten Tage nicht optimal und im Dunkeln essen, es gibt Schöneres. Aber meine Füße haben es gut überstanden

von Tarifa nach ...

2. Tag 10.2.25 von Sevilla nach Tarifa

Am Vormittag war erst mal die Suche nach einem Geschäft angesagt, dass Gaskartuschen verkauft. Es stellte sich dann als schwieriges Unterfangen raus. Die große Decathlon Kette hatte nur Stechkartuschen für Camper im Sortiment. Im allerkleinsten Laden, wahrscheinlich hatte der Verkaufsraum nicht mal 25qm wurde ich fündig. Der Busbahnhof liegt etwas außerhalb der Innenstadt sodass ich doch noch Einiges zu sehen bekam.

akkurat geschnitten und die ersten Blühen zeigen sich

In drei Stunden ging’s dann mit dem Bus nach Tarifa, wo ich auch heute noch einmal in einem Bett schlafe bevor es morgen endlich losgeht.

Kitesurfer bei ihren akrobatischen Sprüngen

Ein echtes Schauspiel

Der südlichste Zipfel ist eine vorgelagerte Halbinsel die nur mit Führung betreten werden darf. Aber Mittelmeer und Atlantik werden durch diesen Weg dahin getrennt.

der südlichste Landspitze

Eine zerfallene Festung und viele Neubauten, besonders ansehnlich schaut es nicht aus.