von Tarifa nach ...

22. Tag zu Fuß bis Talará und weiter bis nach Granada

Bis jetzt hat mich der Regen ja nur nachts erwischt, einfach viel Glück. Dieses Mal war’s ein Wohlfühlschlafplatz.

In der Früh ist es schon immer ganz schön frisch, aber schon okay. Erst führte der Weg nach Albuñuelas abwärts und von dem Canyon ist schon noch Einiges zu sehen.

Häuser entlang der Steilhänge, ich würde nicht gerne so wohnen

Neben dem hellen Haus auf der rechten Seite kann Mann einen kurvenreichen Weg erkennen. Da ging’s hinunter.

Die Mauer von unten
Auf der anderen Seite hinauf,

Eine Orange durfte in meinen Rucksack.

Schöne Innenhöfe

Eine Bar hatte auf, da sitzen um zehn hauptsächlich Männer und genießen neben dem Kaffee auch den ersten Alkohol. Er kostet hier auch höchstens die Hälfte wie bei uns.

Für mich gab es natürlich den obligatorischen Cafe solo und ein belegtes Käseweißbrot, dafür reicht mein Spanisch jetzt schon. Die wichtigen Dinge eben!

Rückblick

Weiter ging’s durch viele duftende Orangen -und Zitronenhaine. Es wird nur zum Teil geerntet und viele Früchte liegen auf dem Boden, sind hier halt nichts Besonderes.

Weit hatte ich es heute nicht, nur bis Talará zur Bushaltestelle. Leider schloss die Bar um zwei und ich verbrachte die 2,5h Wartezeit im Bushäuschen. Zumindest ein Dach über dem Kopf, denn es fing ordentlich zu regnen an. Da wäre ich doch beinahe das erste Mal nass geworden in Spanien. Gefroren habe ich, so bewegungslos und der Bus hatte auch 35 Minuten Verspätung, da war ich schon im Zweifel ob mein Fshrplan schon der für Sonntag war. Ein Gutes hatte die Warterei. Ich schaute vor Langeweile die Aktuelles Meldungen auf WhatsApp durch und entdeckte Eva die seit gestern in Granada Urlaub macht. Mit ihr bin ich letztes Jahr zwei Tage auf dem Olavsweg in Norwegen unterwegs gewesen. Kurzfristig verabredeten wir uns für ein abendliches Treffen.

So hatte ich endlich eine nette Gesprächspartnerin und gemeinsam durch die Gassen zu bummeln und zu essen macht auch mehr Spaß.

Die Welt ist halt ein Dorf!

Alhambra bei Nacht

von Tarifa nach ...

21. Tag 1.3.25 bis kurz vor Albuñuelas

Heute

Nacht kam der versprochene Regen, allerdings kein Vergleich zu dem was am Alpenrand runterkommt, eher ein stetiges Tröpfeln. Da s alles nass ist, dafür reicht es. So packe ich tatsächlich nach längerer Zeit ein nasses Zelt ein und werde es abends auch so aufstellen. Es ergab sich keine Möglichkeit es unterwegs zu trocknen. Tatsächlich wehte heute kein Lüftchen und die Sonne ließ sich auch nicht blicken, leider. Empfindlich kalt war es. Ich finde man merkt das ich immer zwischen 900-1350 Meter hoch unterwegs war heute

Bin halt schon etwas verwöhnt 😉

Ansonsten ist nicht viel zu berichten. Mit aufgesetztem Stirnband hält die lädierte Brille ganz gut.

Die Baumgrenze ist bei 1350 Metern nicht erreicht, eher war ich überrascht, landwirtschaftliche Nutzung vorzufinden.

Einmaliges Panorama
Schaut wie Fels aus, ist praktisch nur Sand
Harzernte, ist allerdings ganz fest
natürlich ( leider) liegen die Auffangbecher alle am Boden verstreut rum
einmal noch am der Pinie

Großflächig wird der Abbau hier oben betrieben.

Überraschend kam ich an ein Restaurant, mitten im Nirgendwo. Allerdings das einzige Mal heute in Straßennähe.

Soll so etwas wie Couscous sei, hat sehr gut geschmeckt , sogar zum Espresso
Offenes Feuer, ohne Glasscheibe auf Augenhöhe

Hat den Raum wenigstens ein bisschen erwärmt und verräuchert. Alle saßen mit dicken Jacken beim Essen.

Wenn ich Alkohol getrunken hätte, wäre das Essen sogar gratis gewesen. Aber mittags um zwei war ich praktisch ja nüchtern, da wäre ich nicht mehr weit gekommen. So wollte er 1,50€, ist ja eigentlich fast geschenkt.

Danach ging’s in die Schlucht des Flusses Rio Albunuelas nach Albunuelas. Es war sehr eng, von Wasser nie etwas zu sehen. Keine Geräusche, für mich irgendwie beklemmend. Ich war froh nach 8 km wieder raus zu kommen. Vielleicht wäre die Stimmung bei Sonnenschein anders gewesen, mit Sicherheit ist das im Sommer ein Backofen.

Ich bin mir nicht sicher ob die Bildet das wiedergeben können.

Ausnahmsweise mal ein schmaler Pfad
Schon komisch wenn nirgendwo Wasser in den breiten Flußbetten läuft

Heute zelte ich richtig versteckt

Hier ist es richtig ruhig, nicht mal Hindegebell ist zu hören und das ist wirklich selten