von Tarifa nach ...

28. Tag 8.3.25 bis Presa de Roma, Nähe der Autobahn

Eigentlich in der Pampa, die Ruine und die Autobahn A33 zwischen km 13 und 19 wenn man Google Maps glauben darf, sind max 2km auseinander, genauer geht es heute nicht mit der Ortsangabe.

Meinen Zeltplatz habe ich in der Früh noch bezahlt, dadurch bin ich erst um 9.00 Uhr gestartet. Von Anfang an war der Himmel mit tief hängenden dunklen Wolken bedeckt. Laut Vorhersage sollte es trotzdem erst um 6 Uhr abends regnen. Bei uns wenn’s so aussieht, dann warten wir auf keinen Fall so lange auf Regen. Das Wasser wog schwer, zumindest kam mir mein Rucksack heute so vor. Die Gegend bis zum Nachmittag recht öde, irgendwie alles fad.

Endlich mal ein buntes Feld mit Senfrauke

Teilweise wurde es recht anstrengend. Oberflächlich schaut alles fest aus, aber es war noch feucht. Entweder man brach regelrecht ein

oder es war glitschig und manchmal entging der Matsch nur knapp dem Kontakt mit meinem Hosenboden.

Aber alle Ödnis hatte auf den letzten 5km ein Ende, Berge kamen in Sicht.

ein klein wenig wie in Norwegen
Sogar mit tiefer Schlucht

Am Ende habe ich mir dann den Platz für die Übernachtung gesucht, denn sonst hätte ich wegen der Autobahn wieder über 30km zusammen bekommen. Außerdem die Uhrzeit war im Blick zu behalten.

Leider gibt es in dieser Gegend entweder Steinfelder, nackten Boden oder meterhohe Gräser. Das kleinste Übel habe ich gewählt

Jetzt weiß ich ja wie das nach dem Regnen morgen früh sein wird und passe besser auf, denn tatsächlich 18.35 Uhr der Regen beginnt. Schon beachtlich die Genauigkeit!

Ja und morgen soll es tatsächlich was mit ein paar Sonnenstrahlen werden, Zeit wirds es ist sonst schon recht trübsinnig. Wobei pralle Sonne hätte ich heute auch nicht haben wollen, schließlich wäre kein Schatten vorhanden gewesen, also jammern auf hohem Niveau, dann ist es schon am besten man hat in dieser Sache nichts zu bestimmen 🤣

von Tarifa nach ...

27. Tag 7.3.25 bis zum Camp Pinoso

Ein langer Tag mit einem schlammigen Start und einem guten Ende.

Jetzt habe ich wahrscheinlich schon mehr als 200 Zeltnächte hinter mir und immer noch nicht alle Fehler gemacht, die ich besser vermieden hätte. So stolz war ich gestern auf mich einen ebenen, fast steinfreien und abgeschiedenen Platz gefunden zu haben.

Gestern Abend erschien er ideal, na ja halt nur bis zum ersten Austritt in der Nacht. Es hat ja abends angefangen zu regnen und der „wunderschöne“ Platz war dann halt Matsch, zumindest wenn ich draufgetreten bin. Es ist ja dunkel und die echte Bescherung war erst am Morgen sichtbar.

Sauerei

Natürlich war der Eingangsbereich ordentlich dreckig und ich hatte zu tun alles sauber verstaut zu bekommen. Meine Wanderschuhe waren bis zum Start auch mit 5cm Sohle zusätzlich ausgestattet auf der ich kaum gehen konnte. Es waren dann schon einige Kilometer nötig bis das alles wieder abgelaufen war. Mit abstreifen auf dem Gras war es nämlich nichts, das war Lehm und der hielt bombenfest. In einer der größeren Pfützen habe ich auch noch mühselig versucht meine Hausschuhe sauber zu kriegen. Die Latschen waren einigermaßen sauber, meine Fingernägel danach , reden wir lieber nicht drüber.

Immerhin vorerst kein Regen, auch wenn es oft danach aussah.

Die ersten beiden Täler sind scheinbar schon im 12 Jhrd. besiedelt gewesen. Zumindest war das den verschiedenen Infotafeln zu entnehmen. Unglaublich viele terrassierte Hänge. Weil da so gar nichts außer Gestrüpp drauf wuchs war mir schon klar das diese ganzen Steinmauern schon sehr alt sein müssen. Ob aus so früher Zeit weiß ich nicht. Scheinbar war es schon mal eine fruchtbare Gegend, die riesigen Häuser die jetzt alle verfallen, zeugen schon von Wohlstand den es in der Gegend gegeben haben muss.

Reste von Aquädukten sind auch noch da

Im 16 Jhrd. wurden die Bewohner vertrieben. Das zweite Tal war dann deutlich weitläufiger aber auch da alles terrassiert, jetzt halt große Felder weil der Hang nicht so steil war. Mandelbäume, wenig Olivenbäume und Weinreben , was anderes ist nicht zu sehen.

Was auffällt, die Erde ist nicht bewachsen, blanke Erde. Ob das natürlich ist, leichte Zweifel sind erlaubt.

Am Rand wächst nämlich schon etwas

Nach 27 km kam dann der Ort Pinoso. Ich musste heute Wasser und Essen für drei Tage besorgen. Morgen liegt kein Ort an der Strecke und Sonntag wenn wieder einer käme, haben die Geschäfte zu. Also 6 Liter Wasser, das Essen ist bei dem Gewicht fast schon Nebensache. Eigentlich war mir schon die ganze Zeit klar, es wird schwierig mit dem Schlafplatz. Nach längerem Kartenstudium habe ich dann dann das Camp Pinoso entdeckt. Bis dahin waren es halt noch über 5km. Das habe ich dann auch noch geschafft, leider entpuppte sich das Camp als Wohnmobilstellplatz. An der Rezeption war auch niemand mehr, so habe ich mich jetzt am Rand auf dem einzigen Fleck wo ein Haufen Blätter von den Olivenbäumen liegen und kein Kies, einquartiert. Mal schauen ob morgen früh jemand da ist. Ich habe nämlich auch noch einfach geduscht.

Zwischendurch habe ich dann meinen ersten größeren Regenschauer abgekriegt, bis jetzt hatte ich ja immer Glück mit einer gerade passenden Unterstellmöglichkeit, heute nicht. Also noch eine Premiere.

Dann hoffe ich mal das meine Füße morgen ob das langen Marsches heute, nicht beleidigt sind.