von Tarifa nach ...

30.Tag 10.3.25 bis 6km vor Calasparra am Fuße der Sierra Molino

Etwas verspätet erfolgen jetzt die Berichte der letzten zwei Tage. Ich hatte technische Probleme, die ich heute endlich abarbeiten konnte.

Heute mal keine öde Landschaft. Eigentlich jagte ein Highlight das nächste. Es war auf jeden Fall der bisher vielfältigste und schönste Teil meiner Wanderung. Los ging’s schon mit einem satten Aufstieg raus aus Cieza und einer Aussicht die sich sehen lassen konnte.

Von oben erkennt man erst wie groß die Stadt ist
Nebenan die Reste der Burg, immer noch deutlich über meinem Standort

Von da oben war schon gut zu erkennen, heute sind Berge in Sicht, endlich mal wieder. Alles wirkt grün und vielfältig.

Elbsandsteingebirge miniature
Zu dem Zeitpunkt war es mir noch nicht klar, das ich zu diesem Berg ganz links gehen würde
er kommt näher
Blick hinunter , ich bin jetzt am Fuße des Berges und gehe an diesem entlang
Großer Stausee, eine Seltenheit

Wie fast immer, zumindest von der Seite an der ich langgehe kommt man nicht ans Wasser. Hier stürzt das Wasser vom Felsen herab und es führt nur eine schmale Straße die Felsen entlang, auch für mich. Aber die wenigen Autos die unterwegs sind halten sich an die 20km/h Vorgaben.

Durch drei Tunnel, aber ein schmaler Gehsteig war immer vorhanden

Ein bisschen hatte ich ja die Hoffnung gehabt, da in der Nähe zelten zu können. Aber der Weg raus führte steil nach oben entlang einer Schlucht. Echt toll anzusehen, waren halt dann doch nochmal 5km, sodass die 30km wieder erreicht wurden.

Man kann den Weg hinauf schon erkennen
Den ganzen Berg rauf war ein Viadukt. Immer etwas unterhalb von mir
Blick zurück

Oben fand ich noch ein sehr kleines ebenes Plätzchen , das Zelt hatte nicht richtig Platz. Aber die Aussicht einfach nur grandios.

direkt aus meiner Zelttür fotografiert
Obwohl die Sonne gegenüber untergeht hat auch der östliche Himmel eine kleines Abendrot

Ein wirklich schöner Tag

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29. Tag 9.3.25 bis Cieza

Endlich mal wieder mit Sonnenschein, das habe ich echt vermisst. Angenehme 18°, ein kühles Lüftchen ein wunderbarer Wandertag. Los ging er erst mal wieder mit einem Adrenalinkick. Ich musste an einem Bauernhof vorbei mit neun frei laufenden Hunden. Leider gab es überhaupt keine Ausweichmöglichkeit links und rechts die Zäune erforderten allen Mut von mir, mich durch das Getümmel zu wagen.Mit viel Geschrei und dem Einsatz meiner Stöcke kam ich unbeschadet durch. Danach hatte ich allerdings etwas zittrige Beine. Zur Belohnung gab es 1 km weiter eine Raststätte an der Autobahn, die selbst gemachte getoastete Weißbrote mit verschiedenen Belägen angeboten. In Spanien ist es üblich, statt Butter, Olivenöl und darauf ganz fein geschnittene Tomaten als Grundlage anzubieten. Darauf habe ich mir dann den luftgetrockneten Schinken bestellt. Ein Espresso, Wasser und etwas süßes Gebäck rundet das zweite Frühstück ab der ganze Spaß kostete dann sechs Euro. Über die Preise. Kann man hier überhaupt nicht meckern sogar ein Gespräch versuchte der Wirt mit mir zu führen. Mit Händen und Füßen kamen wir schon zur Sache.

Weiter führte Weg durch ein riesiges Arial von Obstbaum und Mandelbaumplantagen

Angenehme und einsame Wege durch Berge rundeten einen schönen Wandertag ab. Eigentlich war der Plan bis Fuente Ascoy zu gehen und dort zu zelten um dann morgen früh gleich im nächsten Ort Cieza für zwei Tage einzukaufen. Wieder einmal musste ich meine Pläne umschmeißen.

Ein riesiger Talkessel, das ist nur ein kleiner Ausschnitt

Um Fuente Ascoy sind riesige Obstbaumplantagen die den kompletten Talkessel ausfüllen. Es gab keinerlei Möglichkeiten zur Zeiten. Ich musste also weitergehen, bis Cieza. Dieser Ort wird umrahmt von Steinbergen, und es war abzusehen, dass ich in nächster Zeit keinen Platz zum Zeiten finden würde. Notgedrungen buche ich mir ein Hotel, was sich dann auch als gute Entscheidung erwies, denn ein ordentlicher Regenguss beendete meinen Tag. Auf Bilder müsst ihr heute leider verzichten. Irgendwie funktioniert meine Fotokomprimierungsapp nicht mehr richtig. Im Moment bin ich einfach zu müde, um mich weiter darum zu kümmern.