Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

10/11. Tag 5./6.7. Von Verphaugen nach Øygarden und weiter bis Rudi

Gestern wieder ein Regentag und bis auf die ersten 5km dann 22km Teerwege. Also passend zum Wetter.

Trotzdem beeindruckendes Panorama
das fällt auf, unglaublich vielfältige Blühstreifen entlang der Straßen
Schieferplatten zwischen den Säulen
Kirche in Otta

Wir haben uns auf Grund des schlechten Wetters entschieden,  nochmal eine feste Unterkunft zu buchen. Ein 300 Jahre alter Bauernhof, wird gerade Stück für Stück zu einem Ort für Kultur, Konzerte, Ausstellungen hergerichtet.

Wir bekamen eine Führung von der Hausherrin, wirklich interessant.

Jedes der Gebäude war für einen speziellen Zweck. Ursprünglich hatten alle Grasdächer. Als  Isolierung zwischen Holz und Erde dient Birkenrinde, die lässt kein Wasser durch. Wird auch heute noch so praktiziert.
So schauen dann die geschälten Bäume aus
Wohnzimmer mit Klavier. Die Besitzer sind Musiker
Unsere Küche mit Essbereich
Das Hauptwohnhaus

Heute morgen dann mal kein Regen zumindest bis Nachmittag. Es wurde uns versprochen das die langen Straßenabschnitte bald vorbei wären und tatsächlich war heute nicht mehr viel dabei. So langsam geht es auch hoch hinaus.  Morgen beginnt der Aufstieg ins Dovrefjäll, leider wahrscheinlich wieder bei strömendem Regen. Heute waren schon anspruchsvolle Pfade und spektakuläre Aussichten zu bewundern.

Verwirrend,  Pfeil weist nach rechts,  Text sagt links gehen.  Der Pfeil hatte recht
An diesem steilen Hängen verläuft auch die Bahnlinie

Noch ein paar Infotafeln, wer sie lesen mag kann einiges über den Olavsweg erfahren.

Jetzt am Abend scheint sogar die Sonne,  aber es ist recht frisch.  Selbst die Norweger klagen das das Wetter  im Moment eher wie Ende August bzw September ist.
Heute ein Platz unter Kiefern am Lågen
Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

9. Tag 4.7. Von Stusslia bis Verphaugen

Ein langer Regentag wie er im Buche steht. Die volle Montur war nötig. Regenhose und -jacke. An so einem Tag habe ich keine Lust dann auch noch im Zelt zu schlafen,  dass ich ja schon nass zusammengepackt habe. Mit Christine und Lisa habe ich verabredet,  das wir uns am Campingplatz zusammen eine Hütte nehmen wenn Christine mit ihrem lädierten Fuß soweit kommt.  Wir wollten unterwegs zusammen telefonieren und dann entscheiden. Da ich gerne früh starte bin ich als erste los, sozusagen die Vorhut, die beiden anderen wollten es langsam angehen lassen und schauen wie der Fuß die Belastung verkraftet. Auf halber Strecke lag ein Ort mit Supermarkt,  denn so langsam brauche ich Nachschub. Meine Vorräte sind fast aufgebraucht. Leider hat das einen Umweg von fast 2km bedeutet, das positive es gab auch einen Bäcker mit angeschlossenem Cafe.  Kaffee soviel man will und ein Stück Kuchen,  derweil trocknet alles ein wenig. Auch ein deutsches Rentnerehepaar traf ich dort das seit 3 Monaten in Skandinavien unterwegs ist und fast jeden Tag auch Fahrradtouren unternimmt. Das sind  nette und interessante Gespräche. Wenn man, wie ich allein unterwegs  ist,  muss man selbst die Initiative ergreifen sonst wird das nichts mit einer Unterhaltung.

Der Bezug zur Umgebung erschließt sich mir nicht
Hindernislauf, mindestens 20 Stück waren zu erklimmen, gar nicht immer so einfach
Nette Waldwege gab es
Der Lagen macht hier eine 90 ° Kurve,

Leider führt der Weg 8km auf einer Straße außen herum.

Liebevoll hergerichtete Sitzplätze,  heute halt nicht zu nutzen, der Hintern ist fast das Einzige was trocken bleibt an diesem Tag.

Endlich mal ein spannender Abschnitt, durch den Regen ist allerdings  Vorsicht und Konzentration geboten
Wo bin ich da wohl langgegangen?
3km steil bergab, was noch nicht durchnässt war, wurde noch erwischt.  Danach war nichts mehr trocken,  bis auf den schon erwähnten Allerwertesten.

Vielleicht nicht so gut zu erkennen, die Gewächse sind fast 2m hoch, eine Machete wäre hilfreich gewesen.

Die Aussicht aus unserer Hütte  gerade ist Regenpause.

2h später waren auch die anderen zwei hier und jetzt gönnen wir uns noch eine Pizza, dafür soll dieser Campingplatz berühmt sein. Duften tuts jedenfalls phantastisch an der Rezeption.

Heute wird alles trocken sodass wir morgen früh nicht in die nasse Kleidung schlüpfen müssen. Wird wahrscheinlich nicht viel nützen,  auch morgen ist Regen angesagt.