Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

25. Tag 20.7. von Druggudalen bis 5km vor der Gjevilvasshytta

Ein Tag mit viel bergauf, bergab gings auch ab und zu. Endlich bin ich in den Bergen, so macht wandern einfach mehr Spaß. 

etwas Urwald war anfangs noch zu durchqueren

Danach kam ein ganzes Stück Forststrasse. Alles immer bergauf, versteht sich.  Heute war ich das erste Mal mit einer Insektenplage konfrontiert. Ununterbrochen umschwirrten mich Bremsen, kleinewiedie großen Pferdebremsen. Stehen bleiben und trinken war nicht drin, während ich mich bewegte konnten sie nicht richtig landen. Es war auch schon recht warm und mich komplett langärmelig und mit langen Hosen auszustaffieren war auch keine Alternative. Meine einzige Hoffnung war, das der Spuk oberhalb der Baumgrenze zu Ende wäre. Es war zum Glück so, ein paar Blessuren habe ich schon davon getragen,  aber es hält sich in Grenzen.

Jetzt kam das langersehnte Fjell in Sicht. Bei dem schönen Wetter einfach ein Traum

Begegnet sind mir heute schon ein paar Leute,  vor allem Junge, aber alles Norweger. Das ist jetzt ein offizieller Wanderweg, man könnte ihn auch von Hütte zu Hütte gehen,  was wohl einige machen. Mein Plan ist, mir morgen festen Dach über dem Kopf zu gönnen  denn Nachts soll es dann sehr stark das Regnen beginnen, der bis Mittag anhalten soll. So könnte ich einfach etwas später losgehen um der angekündigten Sinflut zu entgehen. Ich werde sehen.

erstaunlicherweise war sie stabiler als der Anblick vermuten lässt.

Ich bin ganz überrascht wie gut gepflegt die Wege sind. Doch öfter mal Holzplanken wenn sich der Sumpf über zu große Flächen ausbreitet

Eine vorbildliche Markierung,  vom Norden bin ich da ganz andere Verhältnisse gewohnt. Bin gespannt ob das so bleibt.

Heute zelte ich endlich auch mit Aussicht.

Also, ein perfekter,  wenn auch anstrengender Tag.

Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

24. Tag 19.7. Von Trondheim bis in die Nähe von Druggudalen

Als erstes war heute Bus fahren angesagt.  Die ersten 90km wollte ich überspringen,  denn es wären die gleichen Etappen gewesen wie auf dem Hinweg.  Es ist erstaunlich wie günstig der Nahverkehr in anderen Ländern ist.  Für die 90km, dafür brauchte ich 1,75h, bezahlte ich 1,79€ mit Seniorenrabatt, aber der reguläre Preis wäre genau doppelt so teuer gewesen, also auch sehr günstig.

So begann mein Fußweg in Meldal und von dort aus ging es immer noch 6km auf dem Pilgerweg zurück.

die Berge sind schon zu sehen,  das Tal muss ich noch queren
die grüne Eisenkonstruktion ist einspurig für die Autos, daneben wurde noch eine 2. Brücke für die Radfahrer und Fußgänger gebaut

Danach nochmal ein paar Kilometer auf einer Schotterstrasse,  aber schon bergauf.  Dann ein Abzweig als markierter Wanderweg und schon befand ich mich mitten in der Wildnis. Erst noch über einen Fluss, dieses Mal noch mit Brücke.

die Brücke ist bestimmt 40m lang, das waren mal 2 riesige Bäume

Danach gleich mal die Schuhe ordentlich im Sumpf durchnässen und auf schmalstem Pfad entlang des Flusses gings weiter.

Trotzdem wae nach kurzer Zeit ein trockenes Plätzchen zu finden.

Abendessen gleichzeitig mit erfrischendem Fußbad

Ab morgen geht es immer weiter bergauf, dem Rondane Gebirge entgegen