von Hemavan zum Nordkap

48. Tag 4.9.23

Von Ragesluoppal nach Iesjavri am gleichnamigen See

Start bei absolut ungemütlichen Wetter. Regen und der obligatorische Wind. Ich kann zwischen zwei Varianten wählen und entscheide mich für die Westliche.  Da komme ich morgen an eine bewirtschaftete Hütte mit Strom, der dann bis zum Schluss reichen muss. Die Berichte werden jetzt nur noch kurz ausfallen. Diese Variante hat auch den Vorteil das mehr als die Hälfte des Weges über die Höhe führt und sumpffrei ist. In die nassen Socken,  Hosen und Schuhe zu schlüpfen war wenig angenehm, wobei die Vorstellung davon schon für Unbehagen sorgt. Wenn mal alles angezogen ist,  gehtces nach kurzer Zeit. Leider hat mich auf der Höhe dann ein ordentliches Unwetter erwischt mit Sturm und Graupelschauer. Der Wetterbericht hat für Nachmittag dann etwas Sonne angekündigt,  ich wollte es kaum glauben.

Er passt gar nicht ganz aufs Bild
Ich stehe im Regen

Das nächste Unwetter tobt sich über dem See Iesvari aus, ich bekomme nur ein bisschen Regen ab, dafür diesen riesigen Regenbogen.

bewundernswert

Ich habe mein Nachtlager an einem wunderschönen Platz aufgeschlagen.  Vor dem Krieg stand hier mal eine Hütte, davon ist nichts mehr zu sehen.

Die vier Bilder geben den Rundumblick ums Zelt

Das ist meine abendliche Nachspeise.  Preiselbeeren wachsen, schon die ganzen letzten Tage, im Überfluss. Soviele Frische habe ich im Leben noch nicht gegessen. Erinnert mich an Kindheitstage wo ich mit der Oma sammeln ging.

von Hemavan zum Nordkap

47. Tag 3.9.23

In der Nähe von Masi nach Ragesluoppal

Beim Blick auf die Karte gestern Abend, war klar heute wird es nass und sumpfig. Lauter Moore und Sümpfe waren zu durchqueren und etliche Flüsse. Die bisher nasseste Etappe der Tour. Leider war das Wetter recht passend. In der Früh leichter Regen und dann bis mittag nasser Dunst. Die Schuhe waren ab Mittag durchnässt. Ichcwar darauf eingestellt, dann macht es einem gar nicht so viel aus. Ein paar Impressionen des Tages.

Menschen treffe ich keine, aber die 3 Zelte haben mich überrascht

Der ultimative Fluss hat auf der Karte schon breit ausgeschaut. Er war dann noch schlimmer als gedacht. Eigentlich gibt es hier drei Häuser , trotzdem sind sie von mehreren Flüssen umgeben und durch diesen hier kommt im Moment auch ein Quad nicht durch, denke ich. Mir reichte das Wasser bis übers Knie und die Strömung war beträchtlich. Die Schuhe und Socken waren ja eh schon nass, ich habe sie also gar nicht erst ausgezogen. Die Steine waren auch so glitschig, da habe ich schon festes Schuhwerk gebraucht.

Die Häuser sind scheinbar noch bewohnt, aber der Hausrat aus Jahrzehnten liegt, zumindest bei einem außen rum.

das war das intakteste Teil

Beim Zeltaufbau dann sogar ein bisschen Sonne.

Ist aber schon vorbei, es soll bis morgen Mittag regnen, leider.