von Hemavan zum Nordkap

50. Tag 6.9.23

bis zur Bojobaeskihytta

Heute bin ich erst um kurz nach 10 Uhr losgegangen. Beim Frühstück traf ich Simone aus Garmisch und wir hatten eine überaus anregende Unterhaltung. Sie wollte eigentlich von Kautokeino zum Norkapp laufen ist aber hier hängen geblieben weil ihr alles zu sumpfig war. Sie war allerdings zwischendurch mit dem Bus am Nordkap und ich habe viele interessante Dinge erfahren. Grundsätzlich hat sie mich ein wenig verunsichert, weil sie mir von etlichen Abbrechern auf diesem Weg erzählt, denen die Bedingungen zu schwer waren. Jetzt verbringt sie einige Tage hier und hat unglaublich viel über hiesige Lebensbedingungen, Rentierzucht und die Huskies erfahren. Das habe ich erst gestern im Laufe des Nachmittags mitgekriegt das hier 24 Huskies gehalten werden, die im Winter bei einem 1200km langen Rennen mitlaufen.

Nachdem auch heute noch heftiger Wind tobte bin ich nur eine kurze Etappe mit viel Muße gelaufen und unglaublich, ich habe abends noch trockene Füße, auch wenn die Schuhefeucht waren. Ohne Sumpf und Wasser gehthier gar nichts. Das Wetter war wechselhaft, aber der Regen dauerte nie lange und beschertemir viele grandiose Regenbogen. So kann es bleiben.

Von oben betrachtet, sieht man erst, dass die Joaktahytta an der Schmalstelle eines Flusses liegt

die Bojobaeskihytte, sogar mit Sauna. Man muss sich aber dafür im Vorfeld anmelden. Die Hütte ist mir auch zu eng und dunkel. Da habe ich mir lieber mein Zelt im Windschatten nebenan aufgebaut.

von Hemavan zum Nordkap

49. Tag 5.9.23

Von Iesjavri zur Jotka Fjellstue

Heute Nacht hatte ich spektakuläre 3 Minuten. Ich bin voner Böe die mein Zeltbogen fast auf mich niedergedrückt hat, aufgewacht. Gleichzeitig hat unglaublich zu regnen angefangen, ich hatte Sorge die Plane reißt. Da ist man dann ja sofhellwach und ich habe gegen meine Zeltstange bei den nächsten Windböen gedrückt. Das war nur etwa 3x nötig, dann war der Spuk wieder vorbei. Ich war dann allerdings hellwach. Ich habe schon Ersatzsegmente für mein Gestänge dabei, aber so ist ja nochmal alles gut gegangen.

In der Früh schoen sogar die Sonne, aber der Wind war so stark und eiskalt, dass ich heute zum erstenmal Handschuhe, Mütze und die Regenausrüstung gegen den Wind angezogen habe.

ein Blick zurück, der Weg ist git zu erkennen
die Jotka Fjellstue

das Zimmer habe ich ganz für mich allein

Es war also genau die richtige Entscheidung diesen Weg zu nehmen um heute ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Strom zum Aufladen habe ich auch, der muss allerdings jetzt 10 Tage reichen. Dir Netzabdeckung ist im Moment super aber mehr als ganz kurze Nachrichten wird es jetzt nicht mehr geben.