von Hemavan zum Nordkap

54. Tag 10.9.23

Bis Hattir Ost an der E6

Morgens stelle ich fest, meine Socken haben ein kleines Loch. 4000km haben sie durchgehalten und das oft bei widrigszen Bedingungen. Mrhr kann man nicht verlangen, darum gibt es ein Bild dazu. Geflickt wird übrigens mit Zahnseide, die ist für jedes Nähproblem die Lösung für den Wanderer.

Darn Tough, unübertroffen und absolut empfehlenswert

2x NPL Hongkong und Norweger

Morgenstimmung beim Aufstehen, bevor der Regen kam

Grundsätzlich stellen die Wege in der Finnmark keine technischen Schwierigkeit bereit. Aber da der Boden wrich oder nass und weich ist, ist er auf Dauer kräftezehrend. Heute noch mit starkem Wind, sodas es großer Anstrengungen bedarf um überhaupt gerade stehen zu können. Ihr merkt, es ging an meine Substanz.

Aber mittags war es erst mal mit dem Regen vorbei.

Dann trat der absolut unwahrscheinliche Fall ein, ich holte einen Wanderer aus Hongkong ein, der NPL läuft und zwei Stunden später überholt mich ein Norweger der das Gleiche macht. Beide wollen heute nach Olderfjord gehen, sie brauchen Essen.

Steil und rutschig, weil alles nass ist

Bei dem stürmischen Wind auch gar nicht so leicht zu bewältigen.

5km durch dieses Gestrüpp

Also jeden Tag neue Herausforderungen, es wäre ja sonst langweilig.

von Hemavan zum Nordkap

53. Tag 9.9.23

Bis in die Nähe des Berges Oaivvosgielas

Bereits nach einem Kilometer nach dem Start stand ich vor einem Rentierzaun und dahinter nicht weit entfernt eine große Anzahl Rentiere. Nicht weit davon entfernt haben Samen ein Zelt aufgebaut. Einer kam dann auch gleich mit seinem Quad angefahren und nach einem kleinen Gespräch öffnete er den Zaun und ich konnte entlang eines 2. Zauns weitergehen. Sie treiben jetzt die Tiere zum Schlachten zusammen.

Die nächsten 15km waren kein Problem, gut markiert und 10km davon verliefen entlang eines Rentierzauns. Leicht eintönig, aber wenigstens konnte selbst ich mich nicht verlaufen. Dann kamen 5km die mir schon seit zwei Tagen Kopfzerbrechen bereiten. 5 große Flüsse waren zu furten und dazwischen nur Sumpf. Gleich der zweite Fluss war dann nichts für schwache Nerven. Es war einfach nicht zu sehen wie tief er war und ich musste mich darauf verlassen, dass der Pfosten auf der anderen Seite des Wassers die richtige Stelle zum Queren, anzeigte. Das Wasser reichte mir bis übers Knie. Der Vorteil nachher im Sumpf, alles ist nass und ich brauchte mir keinerlei Gedanken über den bestmöglichen, weil am wenigsten nass, Weg zu machen.

der 2. Fluss
Die Pfosten zeigen mir die Richtung
Sumpf mit Wasserlöchern, da ist Slalom laufen angesagt

Noch zwei weitere Flüsse, die waren wieder leichter zu furten.

Ich bin richtig froh diese Etappe hinter mir zu haben.