von Hemavan zum Nordkap

3. Tag 21.7.23

Von Hemavan bis kurz hinter die Viterskallstugan

Nach einem ausgiebigen Frühstück mache ich mich endlich auf den Weg. Während der Nacht hat es ausgiebig geregnet, aber im Moment ist Pause. Erstmal darf ich rauf aufs Fjäll und so wird mir gleich zu warm in meiner langen Hose. Also bei der ersten Bank ist gleich mal Umziehen angesagt. Hemavan und Umgebung ist im Winter ein Skigebiet mit etlichen Liften und Loipen. Nachdem die Baumgrenze bald erreicht ist entpuppten sich die umliegenden Berge als Abfahrtshänge.

Der erste Ausblick ins Tal

Nach 2h Aufstieg führt der Weg entspannt entlang der Hänge ohne große Steigungen.

immer wieder mit weitläufigen Ausblicken

Für den ersten Tag die richtige Etappe.  Ich laufe nur 12,5km bis ich einen schönen Zeltplatz finde. Diesen hat mir die Hüttenwirtin der Viterskallstugan empfohlen. Leider fängt es das Regnen an bevor ich mein Zelt richtig aufgestellt habe und ich werde nass, kann aber meine Sachen trocken ins halb aufgebaute Zelt schmeißen. Der Platzregen ist bald vorüber und dann scheint sogar kurz die Sonne und meine feuchte Kleidung wird wieder trocken.

Hier am Fluss zelte ich
der Ausblick aus meinem Zelt

Im Laufe des Abends treffen noch einige Zelter ein, teilweise ganze Familien.  Das Gelände ist so weitläufig, da haben wir trotzdem viel Abstand.  Dieser Weg ist gut frequentiert, ich treffe unterwegs immer mal wieder Leute, denn die meisten Wanderer gehen den Kungsleden von Nord nach Süd.

Leider regnet es immer wieder und mit dem gemütlichen Draußen sitzen wird es nichts, aber das ist eigentlich kein Problem.

von Hemavan zum Nordkap

1+2. Tag, 18./19./20.7.23

Von Trostberg nach Hemavan

Es geht wieder los, dieses Mal allein und mit Zelt und hoffentlich bis zum Nordkap.

Erst einmal ist eine zweitägige Reise mit Zug und Bus nötig um in die Nähe des Ortes zu kommen, an dem ich letztes Jahr meine Wanderung zum Nordkap beendet habe. Ich habe mich entschieden im schwedischen Hemavan am Beginn des Kungsleden zu starten. Das liegt etwas südlicher als der letztjährige Schlusspunkt. Der Kungsleden ist einer der berühmtesten Wanderwege Schwedens und wenn ich schon soweit reise, dann will ich den auch ganz gehen, ein Teilstück wäre sowieso dabei gewesen.

An sich war es gar nicht so kompliziert hier her zu kommen. Mit dem Zug nach München umsteigen und dann nach Hamburg. Weiter mit dem Nachtzug nach Stockholm. Das wurde dann spannend, denn 2 Tage vorher kam schon per Mail die Nachricht, daß sich der Abfahrtsort vom dortigen Hauptbahnhof, nach Hamburg Harburg und sich die Zeit auf eine halbe Stunde später verschiebt. Zum Glück hatte ich sowieso eine längere Umstiegspause gewählt, sodass ich erst mal keinen Stress hatte. Gemütlich habe ich mich auf den Weg nach Harburg gemacht und mich dort ein wenig umgesehen und nur weil ich in der Nähe kein passendes Lokal zum Abendessen gefunden habe, habe ich mich entschlossen wieder zum Bahnhof zu gehen. Dort habe ich durch Zufall gesehen, daß eine Stunde früher als bei mir per Mail angegeben ein Nachtzug unter anderer Zugnummer nach Stockholm fuhr. Nur weil der Zug Verspätung hatte, habe ich den noch erwischt. Nach kurzer Rücksprache mit dem Schaffner erfuhr ich, dass das mein geplanter Zug war. Erst am nächsten Tag habe ich bei meinen SMS eine entsprechende Nachricht der schwedischen Bahn gesehen, die war mir irgendwie entgangen. Mit zweistündiger Verspätung sind wir mittags in Stockholm eingetroffen und es war bis zum nächsten Nachtzug nach Umeå noch 10h Zeit um Stockholm zu besichtigen. Unglaublich viele Leute waren dort unterwegs.

Einige Könige haben noch kleine Anbauten an die ursprüngliche Kirche angebracht
Nahaufnahme des filigranen Kirchenturms
Schmale Gassen im alten Viertel Stockholms
Er durfte immer das kurze Stück hinter den Kanonen auf und ab gehen, bzw im Wechsel mit dem Mann vor dem Tor dann auch für 10 Minuten stehen, während der seine Parade entlang des Gebäudes absolvierte
Königspalast
Eingang zur Metro
Hauptbahnhof
Die mittlere Liege war meine, beim ersten Nachtzug lag ich ganz oben

Für Leute die größer als 1,75m sind, wird es schwierig. Da reicht der Platz in den 6er Abteils definitiv nicht.

Heute Morgen ging es dann noch mit dem Bus in sechs Stunden nach Hemavan und ich habe nochmal ein festes Dach auf der Fjällstation über dem Kopf, bevor ich dann morgen endlich starten kann.

Die nächsten Tage ist wechselhaftes Wetter bei 15 – 18 °C angesagt, also ganz okay.