von Hemavan zum Nordkap

19. Tag 6.8.23

Vom Sarek nach Sitojaure

Nachdem heute gleich noch ein schöner Tag angekündigt war, habe ich beschlossen eine zweite kurze Etappe mitzunehmen. Da gehts auch fast auf 1000 Meter rauf und ab morgen ist wieder Schluss mit dem Sonnenschein und dann will ich nicht unbedingt so weit hoch laufen, wenn es sich vermeiden lässt. Ich habe es nicht bereut. Spannend wurde es mit einer Bootsüberfahrt zwischendurch. Das Motorboot fährt erst um 17 Uhr, aber man kann die 3km über den See auch rudern. Für mich stand fest, das ich das auf keinen Fall mache, außer es nimmt mich jemand mit. Mittags war ich am See und gleich war auch noch ein Platz im Ruderboot frei. Eigentlich muss immer ein Boot am Anleger liegen, wenn das nicht der Fall ist, muss man vom anderen Ufer ein Boot holen um dann mit dem Boot zur finalen Fahrt starten. Leider war das bei meiner Ankunft der Fall. Ich habe gleich klar gestellt, das ich nicht rudere und notfalls auch aufs Motorboot warte. Tatsächlich waren sie trotzdem einverstanden mich mitzunehmen. Auf dem Weg stellte sich raus das ich gerade mit einem Ehepaar aus Dresden im Boot sitze. Sie waren echt super nett, denn die 3km über den See zu rudern war echt anstrengend. Die Aussichten auf den Bergen waren unbeschreiblich. Hier einfach ein paar Impressionen.

Völlig erledigt kam ich am Ziel an. Zelt aufbauen und noch kochen und essen, dann war Schluss und ich legte mich hin. Netz ist meist nur auf dem Berg verfügbar, im Tal ist da oft nichts geboten. Nachdem wieder sehr schlechtes Wetter für morgen vorhergesagt ist, gönne ich mir morgen einen Schlafplatz in einer Hütte, sogar mit Abendessen und Frühstück.

War schon mal schön zum richtigen Zeitpunkt das Wetterglück auf meiner Seite zu haben.

von Hemavan zum Nordkap

18. Tag 5.8.23

Von Kvikkjokk zur 2. Brücke im Sarek Nationalpark

Wir verbrachten einen gemütlichen Abend zu dritt und zusammen mit Palle, den eine jede von uns während des Weges schon getroffen hatte ein ausgiebiges Frühstück. Abschiede fallen immer schwer und da machte der von Mary keine Ausnahme.  Elisa und Palle werde ich sicher mal wieder bis Abisko treffen.  Erst kurz nach 10 Uhr machte ich mich bei schönstem Sonnenschein auf den Weg. Erst mal gleich durch einen Teil von Lappland, die Region gehört zum UNESCO Welterbe.

Zum großen Teil führte der Weg durch  Wald
ellenlange Bohlenwege, wenn sie trocken sind super begehbar
endlich die erste freie Sicht
da musste ich natürlich rasten und die Aussicht bei einer Tasse Kaffee genießen
Glitzern im Sonnenlicht
Sumpfiges Gelände, alles führt Hochwasser laut den Schweden,  da es die letzten 3 Wochen so viel geregnet hat

Später kam ich noch zum Sarek Nationalpark. An einer Ecke dieses riesigen Gebietes führt der Kungsleden durch. Ansonsten gibt es keine markierten Wege

Heute merke ich deutlich das Wochenende ist. So viele Wanderer sind mir noch nie begegnet. Man ist trotzdem die meiste Zeit allein.

Selbst das Militär hatte heute Geländemarsch. In vielen einzelnen Gruppen begegneten mir lauter junge Frauen und Männer in Uniform und schwer bepackt, wobei sie nicht allzu angestrengt ausgesehen haben.

Wieder mal steht mein Zelt nahe eines wild dahin rauschenden Baches. Unter einem malerischen Blätter -und Nadeldach schreibe ich im letzten Sonnenlicht das demnächst hinter den Bergen verschwinden wird, diese Zeilen.