von Hemavan zum Nordkap

21. Tag 8.8.23

Von Saltoulokta über Vakkotavare nach Teusajaure

Erst mal fing er gemütlich und entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück zusammen mit Palle und Patrick an. Die zei machen das schwedische Grüne Band und müssen noch bis zum 3Länder Eck. Danach stand wieder mal eine Bootsüberfahrt mit anschließender Busfahrt bis nach Vakkotavare an. Es war von den gestrigen Regen so feucht, das nichts zu sehen war. Beim Umstieg in den Bus habe ich dann meinen Geldbeutel verloren. Die Kreditkarte in der Hand zum Bezahlen im Bus und der Rest nicht auffindbar. Hektische Suche zusammen mit dem Busfahrer und nach nochmaligem Überlegen nochmal im Bus gesucht und dann unterm Sitz gefunden. Scheinbar ist er mir während des Hinsetzens rausgefallen. Tränen der Erleichterung bei mir und dann sind wir auch losgefahren.

Ausblick während der Fahrt

Während der Fahrt klart es immer mehr auf. Heftiger Wind treibt die Wolken nur so vor sich her. Mittags kann ich dann endlich wieder gehen, gleich steil hinauf mit wunderschönen Aussichten auf einen riesigen Stausee.

Auch wenn es immer danach ausschaute, geregnet hat es nicht.

Wilde Wolkenformationen
kunstvoller Übergang, der Bach war ganz schön tief
Erster Blick ins Tal

Auf der Höhe blies stürmischer Wind, was das Balancieren über die Steine und Bohlen echt schwierig gestaltete.

Unten im Tal stand die nächste Überfahrt an, ich hätte sie auch mit dem Ruderboot selber bewältigen können, aber statt dessen hisste ich einen weißen Kanister als Zeichen das jemand über den See möchte. Der Bootsfahrer kommt nur wenn jemand das Zeichen gibt, trotz festgelegter Zeit.

Ufer des Teusajaure

An den Hütten darf man zur normalen Zeiten zelten. Das ist wegen der Virusgeschichte im Moment untersagt. Also gleich wieder den Ber steil rauf und nach einem einigermaßen im Windschatten liegenden Platz gesucht. Denn diesen starken Wind hält mein Zelt nicht aus. Tatsächlich habe ich auch ein kleines Plätzchen gefunden. Gerade hatte ich alles aufgebaut und sämtliche Heringe die ich dabei habe verwendet, da kommt Marie-Therese aus Frankfurt vorbei. Viele Möglichkeiten gibt es nicht und so drehe ich mein Zelt und dann haben sogar unsere beiden Zelte, dicht nebeneinander stehend, Platz. Jede von uns ist froh nicht allein in dem stürmischen Wind und den sich nun anbahnenden Regen die Nacht verbringen zu müssen.

Aussicht vom Zeltplatz
von Hemavan zum Nordkap

20. Tag 7.8.23

Von Sitojaure nach Saltoulokta

In der Früh um 8 Uhr als erstes die Überfahrt über den den See Gasskajavrre. Das ist fest in der Hand einer Familie. Konkurrenz gibts nicht und da hatte die Überfahrt schon einen stolzen Preis. Sonst finde ich es meistens ganz okay, aber heute ca 33€ ist schon ordentlich.

noch ohne Regen

An der Anlegestelle verkauften sie samisches Brot, ist eine Art Fladen.

Danach gings dann endlich mit wandern los. Nach 500 Metern wurde ich von einem deutschen Mädchen aufgehalten, die mir erzählte das in der Region Kebnekaise das ist ca 50km von hier entfernt, alle Hütten gesperrt sind weil wahrscheinlich der Noro – Virus ausgebrochen ist. Die Hütten nehmen nur noch Personen mit Vorreservierten Zimmern an. Da habe ich nochmal Glück gehabt, denn das gilt auch für meine heutige Übernachtung. Ich habe es hier live erlebt, alle die aus dem Norden kamen durften nicht rein. Draußen zelten ja, aber mehr nicht.

Ich werde also bis Abisko, das sind wahrscheinlich 5-6 Tage keine Hütte mehr ansteuern. Das ist mir zu gefährlich. Zum Essen war mal wieder das gute altbekannte Desinfektionsmittel und das Abstand halten Pflicht.

Der angesagte kräftige Regen ließ nicht lange auf sich warten. Darum ein paar trübe Bilder, wenn es mal nicht schüttete.

An diesem See liegt die Hütte

Amüsant, 3 unter einem kaputten Schirm beim Essen, auf dem Stein steht der Kocher

Etliche deutsche Reisegruppen habe ich heute getroffen. Auf dieser Etappe war bis jetzt am meisten los.

Morgen soll es schon wieder trockener werden, also habe ich mir den heutigen Luxus zur rechten Zeit gegönnt.