von Hemavan zum Nordkap

29. Tag 16.8.23

Von in der Nähe der Altevasshytta zur Gaskashytta

Manchmal wünsche ich mir ja schon, dass ich länger schlafen könnte. Um 5 Uhr war ich wach und nachdem ich immer noch auf 850 Meter Höhe mein Zelt aufgeschlagen habe, ist es um diese Zeit echt kalt. Aber rumliegen und die Zeit totschlagen mag ich auch nicht. Also, tatsächlich war Frühstück mit Daunenjacke und Beine im Schlafsack angesagt – auch ganz kuschelig. Um sieben Uhr war ich startklar und das war dann halt der Vorteil des frühen Tages. Noch war gute Sicht und es regnete nicht.

aus den vielen Rinnsalen ober auf drn Bergen, wir ein tosender Fluss
Blick auf einen Stausee bei Innset
Nur durch einen kurzen Flussabschnitt getrennt gleich der nächste Stausee mit riesigen Ausmaßen

Mein Weg führt links um den See rum. Wo sich die gestrichelten Linien nach Norden und Osten trennen, steht die heutige Hütte.

Staumauer
Eigentlich eine kurze Mauer für die Ausmaße
Das alte Flussbett

Unterwegs um 12 Uhr habe ich sogar Patrick noch einmal getroffen. Meine Wanderung war zu zwei Drittel bewältigt, da hat er sich gerade fertig zum Aufbruch gemacht. Er hat bis Sonntag Zeit um am 3 Länder Eck anzukommen, den Endpunkt für die Wanderer des grünen Bandes in Schweden., länger hat er auch nicht Zeit. Zum Spaß meinte er noch das wir uns auf diese Weise vielleicht noch öfter sehen werden. Das denke ich nicht, denn heute wird er noch meine morgige Etappe wandern. So schnell kann und will ich auch nicht sein. Ein paar deutsche Sätze präsentierte er mir auch noch, um über die Schwierigkeiten die das Erlernen bedeutet, zu klagen.

es regnet und die Sicht trübt sich
Weg entlang des Sees

Hier übernachtet auch ein deutscher NPL Wanderer, ist immer ein interessanter Austausch zwischen den Langstreckenwanderern.

von Hemavan zum Nordkap

28. Tag 15.8.23

Von der Pålnostugan bis 5km vor der Altevasshytta am Salvvassväg

Norwegen hat mir gleich am ersten Tag alles geboten, sogar der Regen kam noch nachdem ich es mir im Schlafsack gemütlich gemacht habe.

Sonnenstrahlen beim Aufwachen

Nach 3km kam ich zum Grenzstein. Da treiben die Schweden den größten Aufwand. Von den Norwegern sieht man nichts.

Kraxelei abwärts

Viele Höhenmeter waren zu überwinden, echt anstrengend.

Ganz rechts an der Ecke des Sees, hatte ich übernachtet. Schon cool wenn ich sehe was in ein paar Stunden geschafft wurde

Breite und schmale Flüsse waren zu furten. Der Sumpf häufig anzutreffen. Meine Schuhe und Socken sind abends pitschnass.

Eine ganz eigene Schönheit, es hat alles zwei Seiten und das bedeutet halt nasse Füße

Riesige Hochebene mit ausgedehnten sumpfigen Abschnitten.

Dafür tolle Ausblicke und riesige Weiten

die letzten Schneefelder auf 950 Meter Höhe

Insgesamt habe ich 3 Menschen getroffen, davon einen, den ich vor einer Woche kurz vor Saltoulokta das letzte Mal gesehen habe und der das Grüne Band läuft. Da war ich doch überrascht, das Morten nicht weiter voraus ist. Nach 14km fast nur aufwärts begann der lange Abstieg den ich morgen beende. Spätestens ab morgen Mittag soll es stark regnen und ich werde dann eine Hütte ansteuern und hoffentlich alles trocknen können.