Camino del norte

25. + 26. Tag 28._29.4.23

von Collunga über Amandi nach Gijon

Zwei sehr neblige Tage haben wir hinter uns. Deshalb gibt es fast keine Landschaftsbilder.

Mit der gestrigen Etappe waren wir schon um 14.30 Uhr fertig und quartierten und dieses Mal in einer kleinen Herberge mit 10 Schlafplätzen ein. Auch die meisten Mitbewohner waren früh da und es entspann sich ein lebhaftes Gespräch. Es waren 3 weit gewanderte Kanadier dabei und da gab es viel zu staunen über deren Geschichten. Alle waren verzweifelt auf Suche nach einem Quartier in Gijon. Es war nichts zu bezahlbaren Preisen zu kriegen und so entschieden sich einige auf den Camino primitivo zu wechseln, der 2km weiter abzweigt. Das ist ein landschaftlich reizvoller aber auch sehr bergiger und anstrengender Weg. Wir hatten den Quartiermangel schon am Tag vorher bemerkt und noch etwas gefunden, von Auswahl konnte aber keine Rede sein. Der Abend klang überaus gemütlich aus. Sergio der Hospitalero kochte für alle. Eine riesige Reispfanne von 80cm Durchmesser, frischem Salat und Nachspeise, Wein und Wasser dazu. Übernachtung, Abendessen und Frühstück, alles auf Spendenbasis was für ein Vertrauensvorschuss. Wie uns von den Kanadiern gesagt wurde ist 21 Uhr, „the Hikers midnight“ und bis um 21.30 Uhr waren alle im Bett. So war einfach keine Zeit einen Bericht zu schreiben.

Vorneweg ein Auto mit angeleintem Pferd und alle anderen folgten brav. Nur die Wanderer mussten schauen das sie nicht im Weg standen
Alfons steht fast unter der Brücke, das macht die Dimensionen deutlich vor allem auch die der Eukalyptusbäume
durch die hohe Luftfeuchtigkeit waren die Spinnennetze super zu sehen

Der heutige Tag begann mit noch dichterem Nebel.

Wir hatten mit 27km auch eine längere Etappe vor uns. Da das Frühstück um 7 Uhr angesetzt war kamen wir früh los. Wenn man darauf eingestellt ist, sind auch längere Strecken trotz mehrerer zu bewältigender Berge kein Problem. Aber normalerweise vermeiden wir mehr als 25km. Trotzdem war wir am frühen Nachmittag da. Nach einer Dusche unternahmen wir noch einen Stadtbummel bei dem sogar der Nebel verschwand. Wir konnten unerwarteterweise auch noch bei einem Halbmarathon zuschauen. Auch noch mit super guten Zeiten.

riesige Holzfässer
wilde Passionsblume
der Blick aus unserem Fenster im 3. Stock unseres Hostels
da steht nur noch die Fassade
einmal links aus dem Fenster fotografiert
und rechts
Camino del norte

24. Tag 27.4.23

von Ribadasella nach Colunga

Unser, aber vor allem mein morgendlicher Espresso ist heute ausgefallen. Nachdem wir in der Altstadt nicht suchen wollten und ich dachte an der gegenüberliegenden Strandpromenade gäbe es noch genug Bars, sind wir erst mal so losgelaufen.

Leider war dem nicht so, nur Villen in allen Größen und nicht eine Bar. Die gabs erst nach 10km wo sich dann auch mehrere Wanderer trafen. Das trifft mich schon hart. Ich bin den morgendlichen Koffeinschub gewohnt und mein Kreislauf kommt ohne ihn, nicht recht in Schwung.

Noch ein, zumindest für uns, besonderes Phänomen zeigte sich heute. Nebel über dem Meer und etwa 100m landeinwärts. Ab da dann blauer Himmel und angenehme Wärme. Von der großen Hitze die im Land herrscht, bekommen wir nichts mit. Aber auch hier ist es deutlich wärmer und trockener als früher haben wir schon erfahren.

die Nebelgrenze ist am Himmel gut zu erkennen
Manchmal wurden nebelige Schwaden hereingeweht
Apfelbaumplantagen, ers fällt auf, dass sie hier nicht ausgelichtet und zugeschnitten werden

Wieder ein schöner Tag, da wir die meiste Zeit weg vom Nebel waren

Alte Maisspeicher, sie stehen auf Stelzen damit sich keine Mäuse bedienen

Verschiedene Gebäude in Colunga

Heute Abend haben wir das erste Mal Paella gegessen. Dazu wurden uns einige Spezialbesteckteile dazugelegt.

Wir mussten ein wenig improvisieren, denn wirklich ausgekannt haben wir uns damit nicht. Geschmeckt hat sie auf jeden Fall gut.