Camino del norte

32. Tag 5.5.23

von Navia nach Tapia de Casariego

Heute waren viele Kilometer in Nähe der Nationalstraße zu laufen. Der Lärmpegel war entsprechend. Landschaftlich nichts besonderes.

der Rückblick auf Navia
Ab und zu stehen noch alte benutzbare Brücken

Am Ortseingang von Tapia dann gleich mal eine ungewöhnliche Bucht, eher nicht zum Baden geeignet.

Später beim Rundgang durch den Ort entlang der Küste

aufwendiger Zugang zum Salzwasserbecken, auf einer Tafel ist der auf den Cent genaue Zuschuss der EU angegeben

Wir sind ein letztes Mal am Meer und hier sind keine schützenden Felsen vorgelagert. Rauhe See und ordentlich Wind sind die Folge.

Weiter führte der Weg zum Hafen

die nächsten Bilder sind dann von dieser Seite aus aufgenommen. Alles in die Jahre gekommen und manche Gebäude wirken verwahrlost. Es gab natürlich auch Prachtvillen in Küstennähe.

Camino del norte

31. Tag 4.5.23

von Cueva nach Navia

Noch ein paar Worte zu gestern. Wir waren ja schon um kurz nach zwei an der Herberge die im Untergeschoss eines Hotels lag. In Spanien sind die Zeiten zu denen man Essen gehen kann, anders als bei uns sowieso und auch anders als in Italien. Es gibt warmes Essen von 12-16 Uhr oder dann wieder frühestens an 19.30, meistens ab 20.00 Uhr, wenn man Pech hat (als Deutscher) dann 21.00 Uhr. Wir gehen ungeduscht äußerst ungern zum Essen, so bleibt uns nur das späte warme Essen. Ich schlafe dann leider sehr schlecht. Meistens werde ich gegen 1 Uhr wach und das dauert dann 2h bis ich wieder einschlafe. Deshalb sind die Ohrhörer bereits eingestöpselt wenn ich mich hinlege und dann gebe ich mir 2 Hörspiele bis ich wieder müde werde und bis 6.30 Uhr schlafe. Bin überrascht das mir der Schlaf reicht. Gestern haben wir aber dann doch gleich kurz nach unserer Ankunft gegessen und zwar sogenannte Hausmannskost. Asturischen Eintopf mit Bohnen und Gemüse und danach gefüllte Paprikaschoten. Wirklich gut!

Bei der abendlichen Runde mit einem kanadischen und einem australischen Ehepaar habe ich dann tatsächlich nichts mehr gegessen und deshalb heute Nacht mal wirklich durchgeschlafen.

Heute sind wir um 8.00 Uhr gestartet, wir wussten mit 28km liegt eine längere Etappe vor uns. In der Nacht hatte es kräftig geregnet und so zogen wir es vor, statt im Wald die kurze Steile, die längere Strecke für die ersten Höhenmeter auf der Straße zurückzulegen. Bei leicht bewölktem Himmel und kräftigem Wind war es angenehm zu wandern.

Meist führte uns der Weg parallel zur Küste, sodass das Meer meistens in Sichtweite war.

Die erste Zeit immer noch verbrannte Erde. Interessant ist, daß die Blätter der Eukalyptusbäume nicht verbrennen sondern quasi vertrocknen. Auch die Stämme werden maximal 80cm hoch schwarz.

Der erste Ort Luarca war echt sehenswert. Steil abfallendes Gelände zum Hafen hin und trotzdem alles mit Häusern verbaut.

Es erübrigt sich eigentlich zu erwähnen, wir durften runter, haben eine Bäckerei gefunden und super gute süße Teilchen gekauft, am Stadtplatz gegessen und uns danach einen Espresso genehmigt. Ja und dann – ja genau, es ging steil nach oben, war aber eigentlich nicht dramatisch, inzwischen sind wir fit.

der Blick von oben voraus
das erste Mal nicht nur Grünland, sondern bestellte Felder

Man kann es erkennen, der Himmel wurde dunkel und 500 Meter vor dem Ende erwischte uns der Regen doch noch. Am Schluss hatten wir über 30km geschafft und fühlten uns aber nicht ausgepowert. Später sind wir noch zum Supermarkt 300m weiter gegangen. Das heißt ich bin gegangen und Alfons gehumpelt. Plötzlich waren seine Muskeln nicht mehr so locker. Jetzt hoffen wir, nach einem guten Abendessen das wir uns in der Herberge hergerichtet haben, dass bis morgen früh alles in Ordnung ist.

Aurelio, der Herbergsvater ist hier besonders um seine Gäste bemüht. Blasen sind ja mehr oder weniger das täglich Brot der Wanderer. Er verarztet sie alle und da habe ich das erste Mal auch üble Sachen gesehen. Ich bin froh, das uns das bis jetzt erspart geblieben ist.

Morgen ist dann eine entspannte Etappe mit Hotel in der Nähe des Meeres geplant, denn am Sonntag verlassen wir die Küste und zweigen ins Landesinnere nach Galicien ab.