E1 von Göteborg zum Nordkap

25.-27. Tag 22.5. -24.5.22vvom Lillsjön über Leken, Suttarboda nach Annaboda

Ja ihr lest richtig. Der letzte angegebene Tag liegt in der Zukunft.

Gestern war überhaupt kein Netz vorhanden an meinem Lagerplatz. Außerdem nicht wirklich viel zu berichten,  so ergibt sich eine Zusammenfassung. Vom schönsten Badesee Kilsbergens, laut Infotafel, nach Leken.  Der Weg ist so gut markiert das ich überhaupt nicht auf meine hinterlegte Karte auf meiner Navigationsapp nachschaue und so bis kurz vor Leken nicht bemerke, das sich die Route leicht verändert hat. Erst im Tal bei der Autobahn bin ich überrascht das ich in eine völlig andere Richtung gewiesen werde. Bei der darauffolgenden Recherche erfahre ich,  dass die Wegführung von 2 Etappen verändert wurde.  Dadurch kam ich überraschenderweise an der Rasthaltestelle mit Kiosk, der zusätzlich mit einem  kleinen Restaurant betrieben wird, vorbei.  So eine Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen.  Es war Mittagszeit und ich habe mir ein hervorragendes Pilzrisotto mit frittiertem Grünkohl gegönnt.  Freie Auswahl an der üppigen Salattheke inbegriffen.  In Schweden gehört Wasser, Kaffee und Plätzchen zum Gesamtpreis dazu.  Ziemlich voll und schwerfällig machte ich mich auf den Weg. Bei nächster Gelegenheit brauchte ich ein Verdauungsnickerchen. Danach ging es ordentlich den neuen Weg bergauf. Hier sind noch nicht viele Leute gegangen.  War alles noch ganz moosig und es war super weich, aber halt auch super anstrengend zu gehen.

Links von den Stegen, militärischens Sperrgebiet

Mein abendlicher Ausblick am See, mitten im Wald

Durch das ich immer so früh wach werde, ist es auch noch recht kühl und ich ziehe mir fast alles an was ich so dabei habe. Bis ich gefrühstückt und gepackt habe bin ich warm und die Daunenjacke wird schon mal verpackt. Heute ist nur eine kurze Etappe von 15 km geplant. Ich habe gestern beschlossen auf dem Campingplatz wieder mal eine Hütte zu mieten und einen Ruhetag einzulegen. Ich habe einfach das Gefühl das es dafür mal Zeit wird. Einen Pausentag will ich allerdings nicht im Zelt verbringen, das ist dann doch nicht so gemütlich.

Wäsche waschen ist auch angesagt, leider teilen sie mir an der Rezeption mit, dass die Waschmaschine defekt ist aber morgen hoffentlich wieder einsatzbereit, sonst wasche ich mit der Hand .

ausgedehnte Moore
Matschpfützen gibts immer noch
der Steg war was für Mutige, er hat gehalten, aber sicher war ich mir vorher nicht ob das gut geht
Mischwälder
mehrere Seen
Felswand
da führte der Weg hinauf
die Sicht von oben

Bis dahin schien auch noch die Sonne. Kurz vor Ankunft auf dem riesigen Campingplatz fing es das tröpfeln an.

Hier bin ich stolze Mieterin

eines kleinen Ferienhauses. Da lässt es sich auch zwei Nächte mit viel Podcast hören, aushalten. Also, ihr hört erst übermorgen wieder etwas von mir.

Das muss ich doch noch schreiben

DIE ERSTEN 500KM SIND GESCHAFFT

E1 von Göteborg zum Nordkap

24. Tag 21.5.22 vom Slyra Holmsjön nach Stenbäcken am Lillsjön

Frühmorgens um 4.30 Ihr bin ich schon wach und länger als bis um 5 Uhr kann ich nicht mehr liegen bleiben.  Es tröpfelt vor sich hin aber nicht allzu stark. Alles ist klamm und wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ist auch nichts getrocknet.  Also Zähne zusammen beißen und anziehen.  Die Oberteile sind nur ganz leicht feucht das geht noch, bis ich los laufe sind sie auch  trocken.  Am unangenehmsten sind die Socken und Schuhe,  die sind noch nass und kalt, aber es hilft nichts. Erst frühstücke ich und der Becher Kaffee wärmt mich auch von innen auf und los gehts. Nach einer Viertelstunde bin ich warm einschließlich der Füße. Natürlich ist alles noch matschiger als gestern und ich kreiere für mich den Ausdruck Matschslalom wenns wieder besonders unangenehm wird.

Da musste ich nicht rüber balancieren,  da kam ich an der Seite vorbei

Später kam ich durch ein altes Bergbaugebiet und einige Relikte sind noch zu sehen.

Alles Maiglöckchen

Ziegelhäuser gibt es auch heute noch fast nicht. Leider war nirgends eine Hinweistafel was es mit diesem Haus auf sich hat. Schaut so aus, als wollten sie es vor dem kompletten Einsturz bewahren.

Im Laufe des Vormittags hörte es das regnen auf und um zwei war sogar schon ein Hauch von der Sonne hinter den Wolken zu erkennen. Dann kam ich in ein Gebiet wo 15 Windräder aufgestellt worden sind. Die sind hier genau so selten wie in Bayern. Die Verantwortlichen meinten wohl das der Weg da unbedingt hoch führen müsse. Weg konnte man das allerdings nicht nennen,  kaum zu erkennen, steil was ich da von mir gegeben habe, gebe ich hier besser nicht wieder.  Irgendwie hatte ich aber auch gerade einen totalen Tiefpunkt.  Da hilft nur eins bei mir. Ein 10 Minuten  Schläfchen.  Der Vorteil, der Berg war übersät mit großen Felsbrocken die praktischerweise auch schon getrocknet waren. 

Ab und zu schalte ich auch den Flugmodus am Handy aus und da erhalte ich gerade ein paar aufmunternde Wort von meinem Mann. Einen besseren Zeitpunkt konnte es dafür gar nicht geben.

DANKESCHÖN

Danach habe ich mit deutlich mehr Elan den Berg fertig bezwungen.  Nach dem Abstieg dann dieses Bild

Da ist der Frust doch gleich vergessen.

Bis ich an meinem Zielpunkt angekommen bin, ist es sogar fast warm geworden.

Ganz schön dreckig

Ja und heute bin ich mal wieder baden gegangen,  gestern ist ja nicht mal Katzenwäsche angesagt gewesen bei dem nasskalten Wetter.  Da fühlt man sich doch gleich als anderer Mensch. Socken und Hose habe auch gleich gewaschen und so wie es ausschaut wird alles trocken, sogar sie Schuhe.

Jetzt gibt es noch ein paar Sonnenuntergangsbilder, da habe ich mich ein bisschen gespielt.

Zwischen trübseliger Tristesse und berauschender Zufriedenheit liegen nur 24h, so ist das beim Wandern. Schöner kann ein Abend nicht ausklingen.