von Tarifa nach ...

50. Tag 30.3.25 bis in die Nähe von Morera

Irgendwann am sehr frühen Morgen bin ich vor Kälte aufgewacht und musste beim Gang zum Sanitärgebäude feststellen, dass das Thermometer dort -5Grad anzeigte. Also doch das langärmelige Merinoshirt und die langbeinige Hose dazu rausgeholt und nochmal tief in den Schlafsack gekuschelt. Ich konnte tatsächlich wieder einschlafen und wurde erst mit der Sonne, also gegen 8 Uhr wach. Mit Sonnenschein egal wie kalt es draußen ist, wird es im Zelt schnell gemütlich. Also Frühstück und Kaffee bei angenehmen Temperaturen. Wie kalt es noch war merkte ich erst beim zusammenpacken, aber gut gestärkt und aufgewärmt war das dann kein Problem. Es wurde dann ja auch schnell wärmer.

Insgesamt habe ich bei der Recherche wegen der zu erwartenden Temperaturen wohl nicht die richtigen Seiten gefunden. Ich habe es hier jetzt schon öfter kälter als in Skandinavien gehabt. Ich bin echt froh den warmen Schlafsack und Isomatte dabei zu haben. Eigentlich hatte ich gedacht ich brauche die nur in der Sierra Nevada, jetzt leisten sie mir auf jeden Fall wertvolle Dienste.

durch lockere Wälder mit Pinien und Steineichen begann der Weg

Noch ein gutes Stück aufwärts um dann nach Bocairent hinabzusteigen.

die Elektrische Stromversorgung funktioniert trotz der waghalsigen Konstruktionen

Dieser Ort wirkte mal nicht so ausgestorben. Viele Leute jeglichen Alters waren unterwegs. Zur Feier des Tsges gönnte ich mir ein paar süße Köstlichkeiten in der Pastelleria. Ich habe nämlich die 1000km erreicht. Sieben Wochen sind vorbei und der ursprüngliche Plan lag bei etwa zehn Wochen. Schauen wir mal wie weit ich bis dahin komme und ob von dort eine nicht zu umständliche Heimreise möglich ist.

Wer kann da schon widerstehen
Spezialitäten aus der Region wurden hier verkostet und verkauft

Danach ging’s für 7km durch eine nur mäßig bewachsene Gegend bergauf, begleitet von einem sehr komischen Gefühl. Überall Schilder mit der Aufforderung auf dem Weg zu bleiben weil hier gejagt wird. Tatsächlich waren auch immer wieder Schüsse zu hören.

Anhand der Spuren hätte ich gesagt, dass hier viele Wildschweine unterwegs waren

Da war schon klar das ich noch ein gehöriges Stück zu gehen habe, denn in so einem Gebiet will ich nicht in der Nähe nächtigen .

In Serpentinen steil auf gerölligen Wegen bergab
Ein wenig ausgesetzt wurde es dann auch noch
Fast ganz unten im Tal liegt mein Rastplatz

Ein schöner Tag, am wolkenlosen Himmel könnt ihr es gut sehen

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