Auch das ist nur ungefähr, ich bin mitten in den Bergen auf 1270 Metern Höhe.
Heute den ganzen Tag Sonnenschein, ich müsste nachschauen wann das das letzte Mal vorgekommen ist. Egal ich genieße es auch wenn es nicht warm ist. Da geht mir einfach das Herz auf und schöner kann wandern nicht sein. Hier treffe ich urplötzlich auf Wegweiser des Mozarabischen Jakobsweges. Das erleichtert die Orientierung ungemein, bis jetzt wurde ich nicht verwöhnt in dieser Hinsicht. Es geht hinauf in die Berge, die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada sind ganz nah.







Von oben sieht man, er liegt am Berg, erst unten merkt man dann wie steil es wieder rauf geht, ich muss nämlich bis zur Ruine und danach noch weiter hoch. Hier haben sie sogar ein kleines Pilgerbüro und beim Einkaufen werde ich gefragt ob ich auf diesem Weg unterwegs bin. Ganz was Neues diese Nachfragen. In dem winzigen Laden ist auf jeden Fall alles da was Wanderer gerne mögen. Das ist selten.



Einen ebenen Platz in den Bergen zu finden, der sich auch weiter weg von grasenden Schafherden befindet, gestaltet sich schwierig. Die Herden werden nämlich von Hunden bewacht. Normalerweise sind die nicht wahnsinnig aggressiv wenn man einen großen Bogen schlägt, aber schlafen mag ich da nicht. So ganz ohne Nachwirkungen ist mein Erlebnis mit den wilden Hunden nicht geblieben. Es dauert immer eine Weile bis ich in Ruhe im Zelt sitze und ich horche schon lange auf Hundegebell. Allerdings bleibt mir keine andere Alternative. Wenn ich mich nicht mehr trauen würde, müsste ich das zelten aufgeben, denn irgendetwas ist ja immer. Also heißt es durchhalten und mit der Zeit wird es schon wieder besser werden. Ich komme ja demnächst wieder weiter in den Norden, da ist die Situation hoffentlich etwas anders.