von Tarifa nach ...

33. Tag 13.3.25 bis 1km nach El Sabinar

Ich hatte es ja schon erwartet, das schlechte Wetter und ich wurde nicht enttäuscht. Mein selbst genähter Regenrock hatte Premiereneinsatz und ihn bravourös bestanden. Ich habe dieses Mal keine Regenhose dabei, erstens wegen der Gewichtsersparnis und zweitens weil ich annahm, dass wirklich schlechtes Wetter nicht so häufig vorkommen würde. Gegen die nassen Füße und Schuhe hätte die Regenhose auch nichts gebracht. Ja, ich hatte heute das volle Programm. Erst noch trocken unterwegs in der engen Schlucht des Rio Alhárabe.

beeindruckende Steilwände

Wasser war auf jeden Fall heute keine Mangelware wie sonst.

Überall war zu sehen, hier hat es letzte Woche sehr stark geregnet und alles überschwemmt. Bin froh das ich jetzt erst hier lang gehe. Ich denke vor zwei Tagen wäre vieles deutlich schwieriger geworden. Jetzt ein paar Bilder meiner Flußquerungen. Immer der selbe, was es nicht besser gemacht hat. Letztendlich habe ich einen Fuß irgendwann mal richtig versenkt, nicht im Fluß, aber im nachgebenden Matsch. Am Ende des Tages sind Socken und Schuhe sehr feucht, jipii endlich ist es mal wieder soweit.

Immer wiederkehrende Regenschauer und starker Wind wie ich aus dem Tal oben angekommen war machten den Tag perfekt. Ich bin immer überrascht, dass hier auf 1200 Meter ganz normal Landwirtschaft betrieben wird.

Lavendelfelder in Hülle und Fülle

Gut das es 20km nur bergauf ging, da wurde mir wenigstens nicht so richtig kalt. Der Regenrock hält die Oberschenkel super trocken und durch den Windschutz auch warm. Wenn Wind und Regen direkt von vorne kommen, dann schiebt es ihn mittig etwas hoch, aber immer noch okay. Ich bin zufrieden und wegen mir muss er seine Einsatztauglichkeit nicht nochmal beweisen.

Diese Schlammfeld mit Bächen durchzogen hat meinen Füẞen dann das langersehnte Schlammbad gebracht, Fußbäder hatte ich zu diesem Zeitpunkt ja schon genug

Kalt war’s und in El Sabinar hatte ein Wirtshaus offen, da habe ich mich zum Abschluss des Tages mit warmen Essen in der warmen Stube aufgewärmt. Die eigene Küche bleibt heute kalt und ich habe mir nur noch einen einigermaßen windgeschützten Platz suchen müssen, denn der Wind wird noch die ganze Nacht seine Stärke ausspielen. Aber, inzwischen mit mehreren Lagen Kleidung versehen und dem Schlafsack über den Beinen ist mir warm genug.

Der Ausblick auf morgen? Na ja, schauen wir mal, wärmer wird es jedenfalls nicht

Ein Gedanke zu „33. Tag 13.3.25 bis 1km nach El Sabinar“

  1. NS, für eine Nordkap-Wamderin kann so ein Wetter doch wohl kaum verdrießen, oder? 😉
    Interessant, deine Ausführungen über den Regenrock. Friedel hat sich kürzlich nämlich auch einen zugelegt. Ich bin noch skeptisch und lass ihn zuerst testen.

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