Ein wunderschöner Tag, auch wenn er nicht besonders verheißungsvoll anfing.
Die Wetter App kündigte es gestern schon an. Vormittags wird es regnen und pünktlich um 6:00 Uhr in der Früh fing das leichte prasseln auf meinem Zeltdach an. Natürlich wurde die App sofort konsultiert, um zu checken, wie lange das wohl so sein würde. Ja, die gute Nachricht Mittag sollte Schluss sein mit dem Regen. Einigermaßen beruhigt machte ich mich um 9:00 Uhr auf den Weg, denn ich hatte schon vor drei Tagen eine Führung auf dem berühmten Caminito del Rey gebucht.
Der Regen wurde allerdings eher stärker als schwächer. Eigentlich war eine Führung in englischer Sprache gebucht, aber unser Guide konnte sieben Sprachen unter anderem fließend deutsch, da hat er in Köln studiert und insgesamt acht Jahre gelebt. Nachdem er die Führung nur einmal in der Woche macht, hatte er auch Spaß an der Sache. Er war ein echter Glücksfall und für jede Frage offen. Unsere Gruppe bestand aus 6 Nationen und nur 13 Personen., alles ideal. Bis wir endlich in der Schlucht waren, dazu war ein Bustransfer, Fußmarsch und Sicherheitseinweisung nötig, hatte der Himmel seine Schleusen geschlossen.
Es werden hier am Tag über 1000 Leute durchgeschleust und fotografieren ist nicht so einfach. Alles ist sehr gut abgesichert, trotzdem bin ich nicht die Heldin die sich an den Rand stellt.
Eigentlich war der ursprüngliche Weg durch die Schlucht nur ein Nebenprodukt. Gebaut wurde ein Wasserkanal mit max 2,5% Gefälle der am Ende eine Fallhöhe von fast 200 Metern aufweist um Turbinen zur Stromerzeugung anzutreiben. Der ursprüngliche Weg war also ein Versorgungsweg und verfiel im Laufe der Zeit. Es gab immer wieder Todesopfer, sodass der Weg gesperrt wurde bzw. nur noch als Klettersteig nutzbar war und erst nach einer kompletten Sarnierung 2015 wieder eröffnet wurde.
Bahngleise führen auch durch die Schlucht. Wenn also jemand mal mit dem Zug von Sevilla nach Malaga fährt, kann er Teile sehen. Die meiste Zeit wird er aber durch Tunnel geführt.
Heute ist der Wasserkanal nicht mehr in Betrieb und das Wasser wird in Röhren die in den Felswänden versteckt sind geführt. Nur bei der ursprünglichen Brücke sieht man die Röhre. Die neue Brücke daneben ist als Hängebrücke ausgeführt. Mehr Infos wen es interessiert, bietet das Internet.
Zum Abschluss sind wir noch zu dritt plus Führer in ein etwas abgelegenes Restaurant gefahren , so bin ich auch noch zu einem super Essen gekommen.
Ein rundum schöner Ruhetag
Zum Abschluss einfach unkommentiert eine Bildersammlung










