Ein abwechslungsreicher Tag. In dem engen Tal herrschte eine so hohe Luftfeuchtigkeit, dass mein Zelt heute Morgen innen und außen pitschnass war. Selten habe ich es bis jetzt erlebt, dass mein Schlafsack leicht feucht war in der Früh. Die Kleidung packe ich vorsichtshalber schon immer in den Rucksack, so war die wenigstens trocken. Ein völlig nasses Zelt wiegt gerne mal doppelt soviel wie trocken. Das ist dann beim Start deutlich zu merken. Nach 2 km kam ich schon in Villaluenga del Rosario an. Es fällt auf, dass die kleinen Orte blitzblank geputzt und die Häuser alle ausnahmslos schön hergerichtet sind. Die Straßen und engen Gassen sind aufwändig gepflastert. Und es liegt keinerlei Abfall auf dem Boden. Auch dieser Ort gehört zu den so genannten weißen Dörfern Andalusiens und klebt förmlich an den Abhängen einer Felsenkette. Hiesehe ich auch zum ersten Mal eine Stierkampfarena. Diese weist die Besonderheit auf, dass sie nicht in eine runde Form gebaut ist, sondern ein ovale Fläche besitzt.









Danach kam ich in die Sierra de Grazamela. Es ging hinauf auf 1000 Meter.



Eigentlich war der Aufstieg gut zu gehen, ab und etwas rutschig weil alles im Schatten lag, dafür angenehm temperiert. Oben dann eine ausgedehnte Hochebene, die dann auch für viele Kilometer keinen Schatten spendete.







Ich habe die paar Kilometer abwärts im leichten Laufschritt hinter mich gebracht, das war für die Füße deutlich angenehmer als wenn auf jedem Schritt das volle Gewicht lastet.
So, das war’s für heute. Morgen folgt noch der Bericht über den Rest der Etappe. Denn morgen werde ich nur noch 10km bis Ronda gehen und quasi einen halben Ruhetag einlegen. Es gibt dort soviel zu sehen, dass ich das ohne Rucksack machen will. Körperpflege und Wäsche waschen sind auch dringend notwendig