von Tarifa nach ...

4. Tag 12.2. bis nach Los Barrios

Auch heute war der Tag zu kurz und/ oder ich zu langsam. Anfangs ging es flott dahin, aber im Laufe des Vormittags, spürte ich langsam den Muskelkater kommen. H

Heute Nacht hatte es noch stark geregnet und auch ein paar neugierige Besucher schlichen um das Zelt, so dass ich nicht ganz so ruhig geschlafen habe wie sonst. Dementsprechend und wegen der langen Dunkelheit am Morgen, verschob sich der Start auf 9:00 Uhr auch weil es heute Früh noch recht diesig und nebelig war. Ich werde mir wohl in nächster Zeit angewöhnen müssen, mit künstlichen Licht aufzustehen. Bis jetzt hatte ich die Stirnlampe immer nur zur Sicherheit dabei und mehr oder weniger unbenutzt wieder mit nach Hause gebracht.

Der Weg, den ich zur Zeit benutze, ist gleichzeitig Euro Veloweg Nummer acht. Die EU hat hier für den guten Ausbau viel Geld bereitgestellt, was auch auf diversen Tafeln immer wieder kommuniziert wird. Unter anderem waren heute auch drei Wasserstellen dabei, so dass Trinkwasser heute keine Mangelware war. Im Laufe des Vormittags klarte es immer mehr auf und ein weißblauer Himmel mit kräftigem Wind begleitete mich durch den Tag.

Heute kam zum ersten Mal meine Neuerwerbung zum Einsatz. Ich habe mir ein Solar Panel zugelegt, damit ich keine so große und schwere Powerbank wie in Skandinavien tragen muss. Im Süden Europas sollte ich doch mit mehr Sonne als in den letzten Jahren rechnen können.

Alles fertig montiert

Anfangs führte der Weg unter lauter alten Korkeichen entlang. Später wurden sie durch ebenso alte Olivenbäume abgelöst. Aber alles ist immer eingezäunt. Ich glaube fast, dass die Kilometer langen Waldschutz Zäune einen Großteil des Budgets verbraucht haben.

Die geplante Route war heute nicht immer durchführbar und so sammelten sich wieder mehr Kilometer an als vorgesehen. In der Nähe von Los Barrios merkte ich dann, dass ich mit dem noch nötigen Einkauf wahrscheinlich zu spät dran bin um noch entspannt nach dem durchqueren der Stadt einen Zeltplatz zu suchen. Ehrlicherweise muss ich auch zugeben, dass ich hundemüde war und so buchte ich mir spontan ein Zimmer in einer Pension. Bett und Dusche übten einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus und ich wollte nicht schon wieder 30km laufen.

Storchenpaar im Nest direkt neben der Autobahnbrücke, der Lärm stört sie scheinbar nicht
Alles Störche, überall höre ich die Schnäbel klappern

Wunderschöne Landschaft und blühende Wiesen überall

Die Stadt selber lädt nicht zum Bummeln ein, dazu gibt’s keine Bilder.

Hinterlasse einen Kommentar