von Hemavan zum Nordkap

59. Tag 15.9.23

An das Nordkap

In der Früh um kurz vor sieben mache ich mich mit ungewohnt leichtem Rucksack auf den Weg. Ich beende damit eine unruhige Nacht, einmal weil bis Mitternacht die Straße, die direkt an meiner Hütte vorbeiführt, geteert wird und weil das Ziel so nahe ist.

da bin ich auf jeden Fall die erste Fußgängerin auf der frisch geteerten Straße
der erste Wegweiser

Ich habe mit Bedacht die frühe Startzeit gewählt, einmal damit hoffentlich wenig Autos unterwegs sind, ich hoffe das an der Weltkugel noch nicht viel los ist und ich viel Muße für den Aufstieg und auch für die Zeit oben, habe. Nachmittags um kurz nach zwei fährt der einzige Bus abwärts, den ich nehmen möchte um in der Nähe von Honningsvag zu übernachten.

In langgezogenen Kurven geht es hinauf

Insgesamt gehe ich noch 480 Meter nach oben. Der äußerste Norden ist bergig.

der Parkplatz für die Wohnmobile bzw Autos kommt in Sicht

Auf der ganzen Strecke begegnen mir etwa 40 Autos und bestimmt 70% mit deutschem Kennzeichen.

Ich habe mir extra Zeit gelassen und die langsam wärmer werdende Sonne genossen, war aber trotzdem nach etwas über 3h oben.

Ich hatte wirklich viel Zeit zu fotografieren bzw verschiedenste Leute gefragt ob sie Fotos machen. Ich habe mir immer die ausgesucht die mit großer Kameraausrüstung da waren. Die haben einfach einen besseren Überblick.

Es war schon sehr emotional. Es schaut warm aus aber 8 Grad und ein eisiger Wind beendeten meine Ausdauer. Ich besuchte die Halle mit Ausstellungen, Souvenirshop und Café. Natürlich ein wenig Ausstausch mit der Familie und Freunden Ansonsten wollte ich die Zeit aber in Ruhe für mich haben. Im Laufe des Vormittags trafen dann auch Reisebusse unf mehr Leute ein, aber kein Vergleich mit Touristenmagneten in Bayern. Alles recht beschaulich.

Ich war ja eigentlich darauf gefasst, aber es breitete sich einfach eine Leere in mir aus, die auch gar nicht gefüllt werden musste. Es war gut so wie es war. Die Wehmut setzte erst bei der Abfahrt ein. Ich werde meine Zeit brauchen um alles zu verarbeiten.

Der Abschluss- oder Anfangsstein, je nachdem

Ich habe auf dem E1 inzwischen 5200km in drei großen Wanderungen zurückgelegt. Irgendwie eine tolle Vorstellung von Land und Leute verbindenden Wegen die jeder nutzen kann.

Auch morgen wird es noch einen Bericht über die Rückreise geben.

5 Gedanken zu „59. Tag 15.9.23“

  1. Herzlichen Glückwunsch, liebe Martina, wir haben immer Deine Berichte gelesen und die herrlichen Bilder genossen. Deine Frühstücksgesellschaft in Abisko Gerlinde und Dieter

    Like

Hinterlasse einen Kommentar