Bis 3km nach der Stohpojohka Hütte
Ich hatte ja bevor ich aufbrach, uwei Wünsche. Einmal einen Sternenhimmel ohne künstlichen Lichteinfall und das Nordlicht sehen. Ab September ist beides möglich, aber ich stehe seit zwei Wochen immer gegen Mitternacht auf, aber meistens ist der Himmel bedeckt.
Heute Nacht aber, hatte ich zumindest mit dem Nordlicht, Glück. Erst zeigten sich weiße Schlieren die dann allmählich grün wurden. Auf dem Foto ist es nur schwach zu sehen, etwas mehr Intensität hatte es in Wirklichkeit. Es war, wie mir heute vom Norweger den ich gestern schon getroffen hatte, gesagt wurde eher ein schwaches Nordlicht. Aber für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, ich habe schon gar nicht mehr geglaubt, dass ich es noch sehen werde. Der Sternenhimmel war auch beeindruckend, aber es standen zwei Häuser mit voller Außenbeleuchtung in der Nähe, sodass sicher nicht die ganze Pracht zu sehen war.


Ansonsten ein angenehmer Tag, wenig Wind, kein Regen bis jetzt und angenehme Temperaturen weil ab und zu die Sonne schien. Weite Ausblicke mit denen ich nach Aufstiegen belohnt wurde. Die Fernsicht war phänomenal.




Aber seit Tagen laufe ich in nassen Socken und Schuhen, da kümmert es mich schon nicht mehr. Wenn er nicht tief ist, ist es mir egal.
Eigentlich war geplant in der Stohpojohkahütte zu übernachten. Es wäre schön gewesen den Ofen einzuheizen und wenigstens die Socken trocken und Schuhe annähernd trocken zu kriegen. Aber die Hütte war innen dermaßen verdreckt, da wollte ich nicht bleiben. Also, bin ich noch 3km weiter zu einem annehmbaren Platz zum zelten gegangen.


Bäume wachsen hier jetzt keine mehr und die Temperaturen werden nachts merklich kühler. Bis jetzt hält mich noch alles warm, wenn ich auch inzwischen mit Mütze schlafe und mich komplett im Schlafsack verkrieche.