Bis nach Lullehiidjokka
Die Sonne lässt sich heute kaum blicken und es bläst ein eisiger Wind, aber immer noch trocken.





Der Weg führte aus dem Reisa Nationalpark raus und noch lange an der Grenze entlang. Mitten im Nirgendwo ein Umspannwerk.


In der Nähe des Sees dann ein Schild mit dem Hinweis für Wanderer, Kautokeino 38km, was mich stutzen lässt, denn nach meiner Routenplanung sind es noch 58km. Darum hatte ich mir die Etappen ja mit 23km gleichmäßig eingeteilt. Also habe ich mir einen windgeschützten Platz gesucht und noch die Karte studiert. Zu meiner Routenplanung über Komoot, benutze ich auch Topo GPS, eine App mit topographischer Landkarte die eine super Auflösung bietet. Nach einigen Überlegungen, auch mit dem Wissen, dass der letzte Wetterbericht den ich vor 4 Tagen sehen konnte, für morgen Regen vorhergesagt hatte, beschloss ich eine Änderung. Ich wollte versuchen 5km mehr, also 28km, zu schaffen und dann morgen mit 30km und einer Abkürzung über die Straße, schon einen Tag eher in Kautokeino ankommen. Die Aussicht nach mehr als einer Woche nur im Zelt, meist mit kaltem Essen, denn die Gaskartusche wollte nur manchmal Gas liefern, verleiht mir praktisch Flügel. Etliche Matschstellen und Flussquerungen habe ich trockenen Fusses überstanden, die fast Letzte halt nicht, da versenkte ich meine Beine bis Mitte der Waden.


Ich war extrem verärgert über mich, denn da schwappt jetzt das Wasser im Schuh und es ist klar das bleibt bis Kautokeino so. Der Himmel zog auch immer mehr zu, aber ich war mir doch recht sicher, dass der Regen erst nachts einsetzen würde.



Tatsächlich habe ich die 28km geschafft und einen guten Platz gefunden. Es muss immer fließendes Wasser in der Nähe geben.
Es gibt sogar warmes Essen und ich mache gleich die doppelte Portion, gleich für morgen mit. Denn einmal mit kochendem Wasser übergossenes Essen schmeckt besser als nur stundenlang in kaltem Wasser Eingeweichtes. Obwohl ich geschafft bin, stellt sich schon die Vorfreude auf morgen ein.