von Teusajaure bis 2km hinter der Singistugan am Tjäktjajåkka
Die Nacht war etwas unruhig. Der böige Wind ließ das Zelt oft bedenklich wanken und die Plane flatterte lautstark. Aber alle Heringe haben ihren Dienst verrichtet und so stand das Zelt in der Früh immer noch 1a da. Durch den Wind hatte sich sogar gar kein Kondenswasser gebildet und ich konnte alles trocken verpacken, das passiert selten. Auch heute blies der Wind kräftig bis stürmisch, aber bei angenehmen Temperaturen. Manchmal war es ein Kampf vorwärts zu kommen. Dafür war heute der Tag der unvergesslichen Landschaft. Das ich das wirklich selber sehen würde, daran habe ich nicht mehr geglaubt. Die Ausblicke die sich mir geboten haben, kenne ich nur aus Büchern oder dem Netz. An dem Fluss Tjäktjajåkka werde ich morgen auch noch entlang wandern. Teilweise reißende Strömung, dann wieder sich ausbreitend wie ein Delta, tiefe Schluchten unglaublich vielfältig und oft sehr lautstark und links und rechts die Berge, ein Erlebnis.










Die Suche nach einem einigermaßen windstillen Platz gestaltete sich auch heute schwierig. Aber es hat dann doch geklappt und ich zelte inmitten lauter Blaubeeren, die es natürlich auch zur Nachspeise gab.

Warm angezogen sitze ich im letzten Sonnenschein vor dem Zelt, fast Mückenfrei bei diesen Aussichten.


Ein Traum ist in Erfüllung gegangen