Von Sjnultje nach Adolfström
Strahlend blauer Himmel, so begrüßte mich der Morgen.


Bald kam ich aber wieder raus aus dem Birkenwald und da bläst der Wind sämtliche Plagegeister weg. Erste Brotzeitpause am Fluss mit erfrischendem Fußbad.


Heute wurde mir mal wieder in Erinnerung gerufen, dass Vorstellungen wie ein Wandertag verlaufen wird, fehl am Platz sind. Eigentlich weiß ich das schließlich, aber so richtig bin ich noch nicht drin und da zahlt man halt Lehrgeld. Laut Routenplaner eine einfache Etappe, weil nicht allzuviele Höhenmeter rauf und viele runter haben mich mal wieder veranlasst zu denken – am frühen Nachmittag müsste Schluss sein. Bis zum Abstieg, der nach einem Drittel begann, auch alles okay. Auf dem Weg abwärts verlief der Weg entlang eines Gebirgsflusses. Sehr beeindruckend!





Da begann ganz langsam das Ungemach. Immer über Wurzeln und felsiges Terrain in stetem Auf und Ab. Bei dem schönen Wetter eigentlich kein Problem, weil nichts rutscht. Aber, schnell bin ich halt nicht und geistig herausfordernd, weil immer volle Konzentration auf den Weg vonnöten ist. Da musste ich erst mal die innerliche Akzeptanz herstellen und gleich war auch der Spaß wieder da. Es war hauptsächlich Mischwald und bei der Wärme dufteten die Kiefernadeln richtig würzig.



Eigentlich alles super, weil immer im Halbschatten, denn tatsächlich wäre das heute in der prallen Sonne schon heiß gewesen, 20 Grad im Schatten hatte es bei meiner Ankunft um 16.30 Uhr.
Aber die Mühsal wurde belohnt. Am Campingplatz wurde ich zuWaffeln mit Moltebeerenmarmelade samt Sahne eingeladen. Der Hausherr, bestimmt gut über 80 Jahre spielte sogar live auf einer Hammondorgel die auf dem Balkon unterm Dach steht Jazz.



Sogar während ich meinen Blog schreibe, kann ich noch draußen, warm angezogen in der Sonne sitzen, dank dem lauen Lüftchen ohne Mücken.
Also, ein perfekter Tag!